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Der Zitroneneukalyptus, lateinisch auch Corymbia citriodora genannt, ist ein aromatischer Baum mit einer Höhe von über 30 Metern, der zur Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) gehört. Er stammt ursprünglich aus den tropischen und gemäßigten Regionen Ostaustraliens, gedeiht heute jedoch auch hervorragend im Mittelmeerraum.
Die Rinde ist glatt, weiß bis cremefarben und kann manchmal graue Nuancen aufweisen. Sie löst sich in kleinen Plättchen ab und gibt oft eine hellere Rinde darunter frei.
Seine Blätter sind lang und lanzettlich mit einer Länge zwischen 10 und 20 cm. Sie weisen auf der Oberseite ein dunkles Grün und auf der Unterseite ein blasseres Grün auf. Das Laub verströmt beim Zerreiben einen charakteristischen Zitronenduft, woher auch der Trivialname der Art rührt.
Die Samen des Zitroneneukalyptus sind schwarz, flach, sehr hart und messen im Durchschnitt 2 bis 3 Millimeter pro Seite.
Der Duft des Sommers bei der kleinsten Berührung
Im Gegensatz zu seinen Verwandten mit stark minzigen oder kampferartigen Noten birgt dieser Eukalyptus eine beachtliche olfaktorische Überraschung. Sobald man sein Laub streift oder ein einziges Blatt zerreibt, setzt er einen intensiven und ultrafrischen Duft von Zitronengras und Verbene frei.
Eine echte natürliche und lebendige Aromabarriere, die sich ideal in der Nähe von Sitzplätzen im Garten macht.
Eine chamäleonartige und skulpturale Rinde
Über seinen Duft hinaus ist dieser Baum von seltener Eleganz. Sein vollkommen gerader Stamm ist von einer glatten Rinde bedeckt, die sich im Laufe der Jahreszeiten in feinen Streifen ablöst.
Sie wechselt ihre Farbe auf spektakuläre Weise von einem fast rosafarbenen Cremeweiß zu einem leuchtenden Silbergrau, was der Silhouette des Baumes das Aussehen von poliertem Marmor verleiht, das in der Landschaftsgestaltung sehr begehrt ist.
Ein Riese für die Terrasse neu erfunden
In seiner natürlichen Umgebung kann dieser Baum schwindelerregende Höhen erreichen. Dennoch passt er sich bemerkenswert gut an die Kultur in großen Kübeln für Balkone und Terrassen in unseren Breitengraden an. Diese Methode ermöglicht es, sein kräftiges Wachstum problemlos im Zaum zu halten.
Nach dem Anwachsen ist er sehr trockenheitsverträglich und verlangt lediglich nach einem heißen, lichtdurchfluteten Standort.
Er bevorzugt einen gut durchlässigen sandigen oder lehmigen Boden. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert des Substrats ist ideal für eine erfolgreiche Kultivierung.
Dieser Baum benötigt volle Sonne, um sich optimal entwickeln zu können. Halbschatten kann für Jungpflanzen akzeptabel sein, im ausgewachsenen Zustand ist jedoch direkte Sonneneinstrahlung vorzuziehen.
Diese Sorte mit zitronigen Blättern ist frostempfindlich, verträgt jedoch hohe Temperaturen sehr gut. Idealerweise gedeiht sie in Regionen, in denen die Temperaturen zwischen 20 und 35 °C liegen. Frost kann die jungen Triebe schädigen.
In den ersten Jahren benötigt er regelmäßige Wassergaben, um sein Wurzelsystem zu etablieren. Sobald er gut eingewurzelt ist, ist er recht trockenheitstolerant.
Es gibt zwei Möglichkeiten der Vermehrung: entweder durch Aussaat oder durch Stecklinge. Hierfür werden im Frühjahr oder Sommer halbverholzte Zweige von 15 cm Länge geschnitten, die unteren Blätter entfernt und diese in ein leichtes, feuchtes Substrat gepflanzt.
Dieser Artikel wurde am 09.07.2026 von Julien verfasst und aktualisiert.
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