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Süßholz, auch Süßholzstrauch, lakritze oder lateinisch Glycyrrhiza glabra genannt, ist eine wildwachsende, ausdauernde krautige Pflanze, die zur großen Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) gehört.
Diese mehrjährige und relativ winterharte Pflanze erreicht eine Höhe zwischen 1 und 1,5 Metern.
Die Süßholzsamen sind braun, eher rundlich und haben einen Durchmesser von etwa 2 Millimetern. Sie befinden sich in Hülsenfrüchten, meist zu dritt oder zu fünft, und sind von September bis Ende Oktober zu finden.
Die grünen Blätter sind fein und länglich und bestehen aus mehreren Teilblättern.
Die aromatischen Wurzeln sind braun, lang, dünn und tief im Boden verankert.
Im Frühjahr entfalten sich die Blüten in Trauben aus kleinen violetten Blüten. Ihr süßer Duft lockt Bienen und Schmetterlinge an und sorgt für ein schönes florales Schauspiel im Garten.
Das süße Holz, das Geschichte schreibt
Seit der Antike vom Mittelmeer bis nach Asien kultiviert, ist Süßholz eine legendäre Pflanze, die seit Jahrtausenden geschätzt wird.
Diese prächtige Staude in Ihren Garten zu pflanzen, ist eine wahre Reise in die Vergangenheit und bietet die Möglichkeit, eine historische Sorte mit elegantem Laub zu beobachten, das an Glyzinien erinnert.
Azurblaue Blüten zur Verschönerung Ihrer Beete
Bevor Süßholz sein charakteristisches Wurzelsystem entwickelt, schmückt es sich im Sommer mit zarten, ästhetisch ansprechenden violett-blauen Blütentrauben.
Dieser kräftige Strauch eignet sich ideal für die Gestaltung sonniger Flächen, verleiht Ihren Beeten eine leichte Textur sowie eine willkommene Vertikalität und verbessert dank seiner Eigenschaft als Leguminose die Bodenfruchtbarkeit.
Eine Geduldsprobe für den Gärtner
Wenn Sie eine originelle Pflanze suchen, die dauerhaft Wurzeln schlägt, ist Süßholz ein idealer Kandidat für Ihren Nutz- oder Ziergarten.
Der Anbau erfordert tiefgründigen Boden und etwas Geduld, bevor sich die Wurzeln voll entfalten können – eine lohnende Erfahrung für jeden Botanik-Liebhaber, der diese ikonische Sorte selbst kultivieren möchte.
Süßholz benötigt einen Boden, der reich an organischer Substanz ist; ein basisches Substrat ist ideal. Das Substrat sollte mit Vermiculit oder Kies gut aufgelockert werden.
Bei der Topfkultur ist die Pflanze sehr wasserbedürftig. Im Winter sollte sie mindestens einmal pro Woche und im Hochsommer dreimal pro Woche gegossen werden. Bei einer Pflanzung im Freiland reicht eine Bewässerung pro Woche aus.
Diese Pflanze ist hinsichtlich ihres Standorts nicht anspruchsvoll. Ob im Halbschatten oder in der vollen Sonne, sie wächst sehr gut und relativ schnell.
Bei künstlicher Beleuchtung für die Innenkultur sind Leuchtstoffröhren, MH- oder HPS-Lampen zu bevorzugen.
Es gibt zwei effektive Arten, Süßholz zu vermehren: entweder durch Aussaat oder durch Wurzelstecklinge. Hierfür wird im Herbst ein etwa 5 cm langes Wurzelstück entnommen und in eine Mischung aus Erde und Sand gepflanzt.
Die Pflanze ist resistent gegen die meisten Krankheiten und Schädlinge, kann jedoch gelegentlich von Rote Spinnmilben befallen werden.
Dieser Artikel wurde am 14.07.2026 von Julien verfasst und aktualisiert.
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