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Brauner Kardamom, manchmal auch Schwarzer Kardamom oder lateinisch Amomum subulatum genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Die größten Produzenten dieses Gewürzes sind Indien sowie insbesondere Nepal und Bhutan. Es ist eine schnellwachsende Aromapflanze, die eine Höhe von etwa 50 cm erreicht.
Die glatten, immergrünen Blätter des nepalesischen Kardamoms sind lang, schmal und lanzettlich geformt. Sie sind etwa 20 bis 60 cm lang und können eine Breite von 5 bis 10 cm erreichen. Die Blätter haben ein intensives Grün und sind wechselständig entlang des Stängels angeordnet.
Die Blüten sind in Ähren gruppiert, die meist aus der Basis der Blätter hervorgehen. Sie sind sehr markant, mit farbigen Hochblättern, welche die Blüten umgeben. Die Blüten selbst können weiß bis gelblich sein, wobei die Blütenblätter oft violette oder malvenfarbene Töne aufweisen. Die Blütezeit findet meist während der Regenzeit statt.
Die Früchte verströmen ein kräftiges, rauchiges Aroma. Sie erscheinen als Kapseln, meist von länglicher Form, und sind etwa 2 bis 4 cm lang. Sie sind zunächst grün und färben sich bei Reife dunkelbraun. Jede Kapsel enthält mehrere Samen, die für den charakteristischen Geschmack dieser Kardamomsorte verantwortlich sind.
Die Samen des Schwarzen Kardamoms sind braun, kantig, sehr widerstandsfähig und haben einen Durchmesser von 6 bis 8 Millimetern.
Schwarzer Kardamom ist ein zentrales Gewürz der südasiatischen Küche und wird hauptsächlich wegen seiner rauchigen, holzigen und leicht kampferartigen Noten verwendet. Im Gegensatz zum grünen Kardamom wird er selten in Desserts verwendet, eignet sich aber hervorragend für Schmorgerichte wie Currys, Dals und Pilaws. Die Kapseln werden in der Regel zu Beginn des Garvorgangs im Ganzen hinzugefügt, um ihr robustes Aroma langsam abzugeben, bevor sie vor dem Servieren entfernt werden.
In der ayurvedischen Medizin wird er traditionell zur Behandlung bestimmter Beschwerden eingesetzt. Ihm werden blähungstreibende (karminative) Eigenschaften zugeschrieben, die helfen, Schwellungen zu lindern, sowie schleimlösende Wirkungen. Das Kauen der Kapseln ist zudem dafür bekannt, den Atem zu reinigen und die Mundhygiene zu verbessern.
Nicht ohne ärztlichen Rat verzehren.
Schließlich findet brauner Kardamom Anwendung in der Getränkeindustrie und in der Feinparfümerie. Er ist Bestandteil bestimmter Gewürzteemischungen und Spirituosen, um ihnen eine erdige und mysteriöse Tiefe zu verleihen. In der Parfümerie ist sein ätherisches Öl gefragt, um maskuline oder orientalische Akkorde zu kreieren, bei denen sein einzigartiger rauchiger Charakter eine komplexe Alternative zu klassischeren würzigen Noten bietet.
Dieses indische Gewürz liebt humusreiche, gut durchlässige und leichte Böden. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert des Substrats ist ideal für das Wachstum der Pflanze.
Die Pflanze bevorzugt einen halbschattigen Standort. Direkte Sonneneinstrahlung kann zu intensiv sein, besonders in heißen Klimazonen, wobei etwas Morgenlicht für eine gute Entwicklung förderlich ist.
Amomum subulatum gedeiht am besten bei warmen Temperaturen zwischen 20 und 30 °C. Die Pflanze ist frostempfindlich und verträgt keine Temperaturen unter 10 °C und erst recht keine Minusgrade.
Das Gießen sollte regelmäßig erfolgen, aber es ist wichtig, nicht zu viel zu wässern. Der Boden sollte feucht bleiben, aber nach der Bewässerung niemals klatschnass sein.
Die Pflanze kann durch Aussaat oder durch Teilung der Rhizome vermehrt werden. Die Teilung der Rhizome erfolgt im Frühjahr, wobei darauf zu achten ist, dass jeder Abschnitt mindestens eine Knospe besitzt, um ein gutes Anwachsen zu gewährleisten.
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