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Sesam, lateinisch auch Sesamum indicum genannt, ist eine robuste, einjährige Ölpflanze aus der Familie der Sesamgewächse (Pedaliaceae). Es handelt sich um eine aufrecht wachsende, krautige Pflanze, die eine Höhe zwischen 0,60 m und 1,50 m erreicht. Ihr Stängel ist vierkantig, gefurcht und oft mit feinen Härchen bedeckt. Sesam ist in den tropischen Regionen weltweit eingebürgert und wird wegen seiner essbaren Samen kultiviert, die in Kapseln heranreifen.
Die Blätter sind an der Basis des Stängels gegenständig angeordnet und werden zur Spitze hin wechselständig. Die unteren Blätter sind gelappt, während die oberen schmaler, lanzettlich und ganzrandig sind. Sie haben ein sattes Grün und eine leicht behaarte (pubeszente) Textur.
Die Blüten entspringen den Blattachseln an kurzen Blütenstielen. Sie sind glockenförmig mit einer röhrenförmigen Krone, die in fünf Lappen endet. Ihre Farbe variiert von Weiß über Blassrosa bis hin zu Malvenfarben, oft mit dunkleren Flecken im Inneren des Schlunds.
Die kleinen Sesamsamen befinden sich in einer länglichen Kapsel mit quadratischem Querschnitt, die bei Reife plötzlich aufspringt. Sie sind winzig, flach und oval geformt und messen etwa 3 Millimeter. Je nach Sorte kann ihre Farbe cremeweiß, gelb, braun oder rot sein, am bekanntesten ist jedoch der tiefschwarze Sesam.
Besonders in der asiatischen Küche (Japan, China, Korea) ist schwarzer Sesam aufgrund seines kräftigen Geschmacks und seiner spektakulären Farbe sehr beliebt. Man findet ihn als schwarze Sesampaste (Kuro-Neri-Goma) in Desserts wie Mochis, Eiscreme oder süßen Suppen. Er verleiht Gerichten ein tiefes Röstaroma und eine einzigartige Ästhetik, die elegant mit hellen Zutaten kontrastiert.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt Sesam als Lebensmittel für ein langes Leben. Ihm wird nachgesagt, das „Jing“ (die Lebensenergie) zu nähren sowie Nieren und Leber zu stärken. Er ist reich an Melanin, Antioxidantien und Kalzium und wird traditionell verzehrt, um das Ergrauen der Haare zu verlangsamen, das Sehvermögen zu verbessern und chronische Müdigkeit zu bekämpfen.
Das aus Sesam gewonnene Öl ist ein wertvoller Inhaltsstoff für die Schönheitspflege, insbesondere für das Haar. Dank seiner hohen Konzentration an Vitamin E und essentiellen Fettsäuren wird es für Kopfhautmassagen verwendet, um die Durchblutung anzuregen, das Wachstum zu fördern und das Haar glänzend und dunkel zu erhalten.
Nicht ohne ärztlichen Rat für medizinische Zwecke verwenden.
Sesam wächst auf leichten, fruchtbaren und vor allem perfekt drainierten Böden. Sandiger Lehm ist ideal. Er toleriert karge Böden, meidet jedoch tonige, kompakte oder salzhaltige Erden.
Diese Pflanze benötigt während ihres gesamten Zyklus einen Standort in der vollen Sonne. Eine hohe Lichtintensität ist nicht nur für das Wachstum unerlässlich, sondern garantiert auch eine hohe Ölkonzentration in den Samen. Schatten, selbst Halbschatten, verträgt er absolut nicht.
Sesam ist eine tropische Pflanze ohne jegliche Winterhärte. Er benötigt konstante Wärme zum Wachsen, idealerweise zwischen 25 °C und 35 °C. Unter 12–15 °C findet keine Keimung statt, und bereits der geringste Frost ist fatal.
Sobald er etabliert ist, ist Sesam dank seines kräftigen Wurzelsystems extrem trockenheitsresistent. Kritisch ist der Wasserbedarf vor allem während der Keimung und der Blüte. Überschüssiges Wasser oder Staunässe sind hingegen sehr schädlich.
Seine Hauptfeinde sind Blattläuse, blattfressende Raupen und Wanzen, welche die Kapseln anstechen können. Schwarzer Sesam ist zudem anfällig für Pilzkrankheiten wie die Fusarium-Welke oder Falschen Mehltau, besonders wenn das Klima zu feucht ist oder die Luft zwischen den Pflanzen nicht ausreichend zirkuliert.
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