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Ingwer, lateinisch auch Zingiber officinale genannt, ist eine ausdauernde Rhizompflanze, die ursprünglich aus Asien stammt. Es handelt sich um eine tropische krautige Pflanze, die zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) gehört.
Sein Rhizom ist ein horizontaler, fleischiger und verzweigter unterirdischer Stängel, der die Energiereserven der Pflanze speichert. Es hat eine knotige, beige oder gräuliche Haut, während sein Fleisch je nach Reifegrad von blassgelb bis weiß variieren kann. Aus den Knospen auf dem Rhizom wachsen die oberirdischen Triebe.
Ingwer besitzt keinen echten verholzten Stamm. Er bildet Scheinstängel aus, die durch die Wicklung der Blattbasen entstehen. Diese können eine Höhe von 0,60 m bis 1,20 m erreichen. Die Blätter sind in tropischem Klima immergrün, wechselständig und sitzend. Sie haben eine lanzettliche, lange und schmale Form und können bis zu 20 Zentimeter lang werden. Sie sind leuchtend glänzend grün und verströmen beim Zerreiben einen leichten aromatischen Duft.
Die Blüte des Ingwers ist bei der Zimmerkultur selten. Die Blüten erscheinen an separaten Trieben, die kürzer als die beblätterten Triebe sind und in einer dichten Ähre enden, die einem Kiefernzapfen ähnelt. Gelbgrüne, rosa gerandete Hochblätter schützen kleine, komplexe Blüten.
Wenn sie sich bilden, sind die Ingwersamen in kleinen, fleischigen Kapseln enthalten, die in drei Fächer unterteilt sind. Die Samen sind klein, kantig und schwarz oder dunkelbraun gefärbt.
Ingwer ist ein universelles Gewürz, das in all seinen Formen (frisch, getrocknet, als Pulver, kandiert oder als Saft) verwendet wird. Er verleiht asiatischen Gerichten, Currys, aber auch Gebäck eine scharfe und zitronige Note. Er ist die Hauptzutat von Ginger Ale, Ginger Beer (fermentiert) oder einfach von belebenden Aufgüssen.
Von der WHO anerkannt, enthält sein Rhizom starke Wirkstoffe wie Gingerol. Er ist ein sehr wirksames natürliches Mittel gegen Übelkeit. Zudem hilft er, Gelenk- und Muskelschmerzen zu lindern. Schließlich machen ihn seine antioxidativen Eigenschaften zu einem klassischen Verbündeten gegen Erkältungen und Halsschmerzen.
Ingwer wird für seine stimulierende Wirkung und seinen charakteristischen Geruch geschätzt. Seine antiseptischen Eigenschaften werden in reinigenden oder kräftigenden Pflegemitteln für die Kopfhaut genutzt. Sein ätherisches Öl verleiht vielen Herren- und Damendüften eine würzige, frische und leicht pfeffrige Kopfnote.
Nicht ohne ärztlichen Rat für medizinische Zwecke verwenden.
Ingwer benötigt einen leichten, fruchtbaren und sehr humusreichen Boden aus Kompost oder gut verrottetem Mist. Das Substrat muss perfekt durchlässig sein, um Rhizomfäule zu vermeiden, sollte aber eine gewisse Feuchtigkeit speichern. Eine Mischung aus 40 % Qualitätsblumenerde, 40 % Gartenerde und etwa 20 % Sand ist ideal für die Topfkultur.
Im Gegensatz zu vielen tropischen Pflanzen bevorzugt Ingwer einen Standort im Halbschatten oder gefiltertes Licht. In der prallen Sonne besteht die Gefahr, dass das Laub verbrennt, besonders in Regionen mit trockenen Sommern. Ein heller, aber vor den heißesten direkten Strahlen geschützter Ort bildet seinen ursprünglichen Waldlebensraum am besten nach.
Diese Pflanze ist absolut nicht winterhart und verträgt keine Temperaturen unter 5°C. Das Wachstum stoppt, sobald das Thermometer unter 10°C fällt. Er gedeiht idealerweise zwischen 22°C und 30°C. In gemäßigten Zonen muss er im Topf kultiviert werden, um im Winter ins Haus geholt zu werden.
Der Wasserbedarf ist während der gesamten Wachstumsperiode und bei der Pflanzung hoch. Der Boden sollte feucht bleiben, aber niemals nass sein. Im Herbst, wenn die Stängel gelb werden und vertrocknen, muss das Gießen komplett eingestellt werden, damit das Rhizom in die Ruhephase gehen kann.
Die Vermehrung erfolgt fast ausschließlich durch Teilung des Rhizoms am Ende des Winters oder zu Beginn des Frühlings. Schneiden Sie einfach ein Stück eines gesunden Rhizoms ab, das mindestens eine Wachstumsknospe trägt, lassen Sie die Schnittstelle 24 Stunden trocknen und pflanzen Sie es dann flach ein, wobei die Knospen nach oben zeigen.
Ingwer ist anfällig für Schneckenfraß an den jungen Trieben. In Innenräumen können Spinnmilben auftreten, wenn die Luft zu trocken ist. Die häufigste Krankheit ist die bakterielle oder pilzbedingte Rhizomfäule, die durch zu viel Wasser oder ein zu kompaktes Substrat verursacht wird, welches die Pflanze erstickt.
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