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Die Violette Petunie, auch bekannt als Petunia violacea oder Shanin, ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Sie stammt aus den tropischen Regionen Südamerikas. Ihr Wachstum ist schnell und sie erreicht bis zum Ende des Sommers eine Höhe von 20 bis 30 cm.
Das Laub ist dicht und üppig, mit ovalen, leicht flaumig behaarten Blättern. Ihre Farbe variiert von Hell- bis Dunkelgrün und sorgt für ein sehr gleichmäßiges Erscheinungsbild in Beeten. Die Blätter verströmen oft einen leichten Duft, wenn man sie zerreibt.
Die Blüte ist violett bis purpurfarben. Die trichterförmigen Blüten erscheinen den ganzen Sommer über in Hülle und Fülle, manchmal bis zum ersten Frost. Bei guter Pflege blüht die Pflanze kontinuierlich und bietet ein farbenfrohes, großzügiges Schauspiel.
Die Früchte sind kleine, eiförmige Kapseln, die zahlreiche Samen enthalten. Die Fruchtbildung erfolgt am Ende der Saison nach der Blüte.
Die Samen der Violetten Petunie sind rund und extrem klein, fast wie Sandstaub. Sie haben einen Durchmesser zwischen 0,2 und 0,4 Millimetern. Ihre Farbe variiert von Dunkelbraun bis Schwarz.
Sie wird oft als einer der Vorfahren der modernen Garten-Petunien angesehen.
Die Petunia violacea wird wegen ihres „wilden“ Aussehens sehr geschätzt. Ihre dekorativen Blüten und die einfache Kultur machen sie zu einer beliebten Zierpflanze. Aufgrund ihrer üppigen Blüte und ihres kriechenden Wuchses ist sie ideal für Blumenampeln, niedrige Mauern oder als Bodendecker in Beeten geeignet, wo sie sehr dichte Blütenteppiche bildet. Sie besitzt eine gute Wetterbeständigkeit und passt sich auch kargen Böden an. Ihre Blüten verströmen nachts einen sanften, leichten Duft, der Bestäuber wie Nachtfalter anlockt.
Aus ethnobotanischer Sicht wurde sie von indigenen Völkern als Tabak konsumiert und in magischen Zubereitungen bei ethnischen Ritualen verwendet. In der Bergregion Ecuadors wurde sie als „phantasmatische“ Pflanze eingesetzt und ist unter dem einheimischen Namen Shanin bekannt. Chemische Analysen dieser Art konnten keine Alkaloide nachweisen, und die Wirkstoffe sind bis heute unbekannt. Die indigene Bevölkerung Ecuadors berichtet von Gefühlen des „Abhebens“ des Körpers.
Nicht wegen psychoaktiver oder medizinischer Wirkungen konsumieren; Anbau ausschließlich zur Erhaltung der botanischen Art.
Diese Petunie bevorzugt einen leichten, gut durchlässigen Boden, der reich an organischer Substanz ist. Eine Universalerde, angereichert mit Kompost oder Humus, ist perfekt für das Wachstum.
Sie liebt vollsonnige Standorte mit mindestens 4 bis 6 Stunden direktem Sonnenlicht täglich, um eine optimale Blüte zu entwickeln.
Die Petunie ist kälteempfindlich. Sie gedeiht am besten bei Temperaturen zwischen 15 °C und 25 °C. In kalten Regionen muss sie im Topf kultiviert oder im Winter geschützt werden, da sie keinerlei Frosthärte besitzt.
Sie benötigt mäßige, aber regelmäßige Wassergaben. Achten Sie darauf, den Boden leicht feucht zu halten, ohne Staunässe zu verursachen. In Hitzeperioden und direkt nach dem Auspflanzen sollte häufiger gegossen werden.
Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich durch Aussaat, aber auch durch Stecklinge (unter Folie/gespannter Luft) zu Beginn des Sommers für eine schnellere Bewurzelung.
Sie kann von Blattläusen, Thripsen oder Raupen befallen werden. Es wird empfohlen, die Pflanze regelmäßig zu kontrollieren und bei Bedarf mit biologischen Mitteln auf Schmierseifenbasis zu behandeln.
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