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Artikel-Nr.: 0157
Der Granatapfelbaum oder lateinisch Punica granatum ist ein kleiner, sommergrüner Obstbaum aus der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae). Er bringt die essbaren Früchte hervor, die als Granatäpfel bekannt sind. Dieser langsam wachsende, mehrjährige Strauch stammt ursprünglich aus der Region des Nahen Ostens. Mit einer Höhe von 3 bis 4 Metern ist er perfekt an das mediterrane Klima angepasst, besitzt aber auch eine sehr gute Frostbeständigkeit. Die Stadt Granada in Spanien verdankt ihren Namen diesem Baum.
Die Blütezeit findet meist im Frühjahr statt und kann bis in den Sommer hinein andauern. Die Blüten sind leuchtend rot, glockenförmig und wachsen in Büscheln. Jede Blüte hat einen Durchmesser von etwa 3 bis 5 cm.
Die Frucht, der Granatapfel, ist eine kugelige, raue Beere mit einem Durchmesser von 7 bis 15 cm. Die Haut ist dick und lederartig, in den Farben Rot und Gelb. Die Frucht gilt als reif, wenn die Schale kräftig gefärbt ist und beim Klopfen ein hohles Geräusch erzeugt. Im Inneren befinden sich zahlreiche Samen, die von einem saftigen, tiefroten und sehr süßen Fruchtfleisch (Arillus) umgeben sind.
Die Granatapfelsamen sind braun, weiß bis rosa, etwa 5 bis 10 mm lang, hart, kantig und uneben.
Zierpflanze: Der Granatapfelbaum wird wegen seiner dekorativen Blüten und Früchte geschätzt. Er bringt Farbe in Gärten und Beete und eignet sich als Heckenpflanze oder Solitärbaum.
Kulinarisch: Granatäpfel sind aufgrund ihres hohen Gehalts an Antioxidantien und Vitaminen sehr gesund. Das saftige Fruchtfleisch verleiht Salaten, Desserts und warmen Gerichten eine süß-säuerliche Note.
Medizin & Kosmetik: Extrakte werden wegen ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften genutzt. Er findet sich auch in vielen Kosmetikprodukten wieder. Nicht ohne ärztlichen Rat für medizinische Zwecke verwenden.
Handwerk: Die Rinde des Stammes und die Fruchtschalen werden als Färberpflanze zum Färben von Textilien verwendet.
Punica granatum bevorzugt einen gut durchlässigen, leichten und fruchtbaren Boden. Eine Mischung aus Gartenerde, Sand und Kompost ist ideal. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert wird empfohlen.
Der Baum benötigt volle Sonne. Viel Licht ist entscheidend für die Blüte und die Fruchtbildung. Bei einer Zimmerkultur wird die Verwendung von speziellen Pflanzen-LEDs oder MH-Lampen empfohlen.
Die Pflanze entwickelt sich gut bei warmen Temperaturen zwischen 20 und 30 °C während der Wachstumsphase. Sie ist sehr trockenheitsresistent, aber auch kältetolerant und übersteht problemlos Minustemperaturen von bis zu -10 °C.
Während der Wachstumsphase ist eine regelmäßige Bewässerung (etwa einmal pro Woche) notwendig. Der Boden sollte jedoch zwischen den Gaben leicht abtrocknen, um Wurzelfäule zu vermeiden. In der Ruhephase sollte die Bewässerung auf ein Minimum reduziert werden.
Der Baum kann von Wollläusen, Blattläusen und Spinnmilben befallen werden. In Bezug auf Krankheiten ist er anfällig für Pilzinfektionen wie Echten Mehltau oder Wurzelfäule, die mit Kupferkalkbrühe behandelt werden können.
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Artikel-Nr.: FA005
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