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Die Chilenische Schwarzliane, auch Zabala oder lateinisch Lardizabala biternata genannt, ist eine tropische Kletterpflanze aus der Familie der Fingerfruchtgewächse (Lardizabalaceae).
Es handelt sich um eine extrem seltene, schnellwachsende mehrjährige Pflanze, die eine Höhe von bis zu 10 Metern erreicht. Sie stammt aus Südamerika, hauptsächlich aus Chile und Peru.
Das Laub ist immergrün und zeichnet sich durch eine komplexe, sogenannte doppelt dreizählige (biternate) Struktur aus. Das bedeutet, dass jedes Blatt in drei Teilblätter unterteilt ist, die ihrerseits wiederum in drei Blättchen untergliedert sind. Die Blättchen sind ledrig, auf der Oberseite dunkelgrün und glänzend, von ovaler Form und an den Rändern manchmal leicht gezahnt.
Die Blüte ist diözisch (zweihäusig), was bedeutet, dass männliche und weibliche Blüten auf getrennten Pflanzen wachsen. Die männlichen Blüten sind besonders spektakulär und hängen in Trauben herab. Sie weisen eine tiefpurpurne, fast schokoladenbraune Farbe auf, mit fleischigen Blütenblättern, die die markanten Staubblätter umgeben.
Die Früchte sind fleischige, längliche Beeren, die kleinen Würstchen ähneln und etwa 5 bis 8 cm lang werden. Ihre Haut ist zunächst grün und färbt sich bei voller Reife blau-violett oder gräulich. Sie sind essbar und besitzen ein süßes, mildes Fruchtfleisch, das auf den lokalen Märkten in Chile sehr geschätzt wird und dort unter dem Namen „Coyul“ bekannt ist.
Die Samen der Schwarzliane sind zahlreich, messen 6 bis 8 Millimeter in der Länge und haben ein Durchschnittsgewicht von 15 Zentigramm. Sie sind eiförmig und weisen eine recht harte Textur auf.
Die Hauptverwendung dieser Pflanze ist ästhetischer Natur; sie ist eine wahre, seltene botanische Schönheit.
Als immergrüne Liane mit tiefgrünem Laub und einer spektakulären, oft dunkelvioletten oder fast schwarzen Blüte ist sie ein Blickfang. Diese kräftige Kletterpflanze kann als natürlicher Sichtschutz kultiviert werden. Sie eignet sich perfekt zur Begrünung von Strukturen wie Pergolen, Gartenlauben oder Spalieren.
Sie hat den Vorteil, dass sie auch im Innenbereich gehalten werden kann und so für einen exotischen Touch sorgt. Im Freien kann sie in Töpfen oder Kübeln (geschützt) kultiviert werden und wird Sammler seltener und exotischer Pflanzen begeistern.
Die Chilenische Schwarzliane wird hauptsächlich wegen der Schönheit ihrer Blüten angebaut und kann gut mit anderen blühenden Kletterpflanzen kombiniert werden.
Ihre essbaren Früchte werden roh oder gekocht verzehrt und sind in Chile wegen ihres sehr milden, süßen Geschmacks beliebt. In Chile werden ihre Stängel zudem für die Herstellung von Seilen verwendet.
Diese Liane bevorzugt einen reichen, tiefgründigen und vor allem sehr gut durchlässigen Boden. Eine Mischung aus 50 % fruchtbarer Gartenerde, 25 % Lauberde und 25 % gut verrottetem Kompost bildet eine ideale Basis. Obwohl sie verschiedene Böden toleriert, zeigt sie eine deutliche Vorliebe für leicht saure Substrate.
Der ideale Standort liegt im Halbschatten, besonders in Regionen, in denen die Nachmittagssonne das immergrüne Laub verbrennen könnte. Sie schätzt „einen kühlen Fuß und einen hellen Kopf“ (Wurzeln im Schatten, Triebe im Licht) – eine Konfiguration, die häufig in ihrem ursprünglichen Waldhabitat vorkommt. Ein Platz an einer nach Osten oder Westen ausgerichteten Wand ist perfekt geeignet.
Die Winterhärte dieser Pflanze ist mäßig; sie kann unter optimalen Bedingungen kurze Fröste bis etwa -7 °C oder -10 °C vertragen. Sie bevorzugt Seeklima oder mildes gemäßigtes Klima mit wenig strengen Wintern. In Regionen mit kalten Wintern wird dringend empfohlen, sie an einem vor den vorherrschenden Winden geschützten Ort zu pflanzen oder die Basis mit einer dicken Mulchschicht aus Pflanzenresten zu schützen.
Während der Wachstumsphase und nach der Pflanzung muss regelmäßig gegossen werden. Es ist wichtig, eine gewisse Feuchtigkeit am Fuß der Pflanze zu bewahren, ohne den Boden zu vernässen. Einmal gut etabliert, kann sie kurze Trockenperioden überstehen.
Die Vermehrung erfolgt traditionell durch Aussaat oder durch halbverholzte Stecklinge am Ende des Sommers. Das Absenken (Marcottage) ist eine sehr effektive und oft einfachere Methode, bei der ein biegsamer Trieb in die Erde gelegt wird, damit er Wurzeln bildet, bevor er von der Mutterpflanze getrennt wird.
Der Strauch ist robust und wenig anfällig für massiven Schädlingsbefall oder schwere Krankheiten. Gelegentlich können jedoch Blattläuse an den jungen Frühjahrstrieben auftreten.
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