Artikel-Nr.: 1232
Artikel-Nr.: 0157
Die Riesensinnpflanze, lateinisch auch Mimosa pigra genannt, ist eine „Pflanze in Bewegung“ und gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Diese schnell wachsende Sorte stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika, ist aber heute in weiten Teilen Asiens stark verbreitet. Es handelt sich um eine große Leguminose, die eine Höhe von bis zu 4 Metern erreichen kann.
Die Stängel sind verholzend, verzweigt und können mehrere Meter hoch werden. Sie haben die Besonderheit, mit einer Vielzahl scharfer, gekrümmter und robuster Dornen bedeckt zu sein, die zwischen 5 und 10 Millimeter messen.
Das Laub besteht aus hellgrünen, doppelt gefiederten Blättern, die fein in zahlreiche kleine Blättchen unterteilt sind. Die Blätter besitzen eine taktile Sensibilität: Sie falten sich bei Berührung oder bei Einbruch der Dunkelheit schnell zusammen. Sie sind wechselständig entlang der Stängel angeordnet.
Die Blüten erscheinen im Sommer in Form kleiner, kugelförmiger, rosa oder blassvioletter Puschel. Diese kugeligen Blütenstände sitzen auf kurzen Stielen und bestehen aus einer Vielzahl von Staubblättern, die ihnen ein fedriges Aussehen verleihen.
Die Frucht ist eine flache, längliche Hülse von 3 bis 8 Zentimetern Länge. Diese Hülsen sind mit steifen, dichten Haaren bedeckt, was ihnen ein borstiges Aussehen verleiht.
Die Samen der Riesensinnpflanze sind braun oder olivfarben und vonovaler Form. Sie sind etwa 4 Millimeter lang, extrem widerstandsfähig und können auf dem Wasser treiben, was ihre Ausbreitung in Überschwemmungsgebieten erleichtert.
Das markanteste Merkmal ist ihr ornamentaler und sensorischer Reiz.
Zusätzlich zum sehr dekorativen Laub schließen sich die Blätter bei Berührung, Hitze oder Erschütterung. Diese Reaktivität bietet ein einzigartiges visuelles Spektakel im Garten. Ihre dekorative Blüte und ihr strauchiger Wuchs machen sie zu einer idealen Pflanze für exotische Gärten.
In Töpfen kultiviert, schafft sie im Sommer auf der Terrasse, im Wintergarten oder im Gewächshaus eine tropische Atmosphäre. Sie ist eine Schlüsselpflanze für Liebhaber von sensitiven oder exotischen Gewächsen.
Zudem besteht ein starkes wissenschaftliches Interesse an ihr, um biologische Eigenschaften (elektrische und chemische Signale in Pflanzengeweben) sowie Abwehrmechanismen zu erforschen.
Mimosa pigra stellt keine hohen Ansprüche an den Boden, bevorzugt jedoch schwere, lehmige und alluviale (durch Flussablagerungen geprägte) Böden. Sie verträgt wassergesättigtes oder sogar über Monate völlig überflutetes Gelände problemlos. Auch karge, saure oder neutrale Böden werden toleriert, solange sie feucht bleiben.
Dieser Strauch benötigt einen vollsonnigen Standort, um sich optimal zu entwickeln. Als Pionierpflanze besiedelt sie schnell offene Flächen ohne hohen Bewuchs.
Da sie aus tropischen Regionen stammt, besitzt die Pflanze keinerlei Frosthärte. Sie gedeiht in warmen Klimaten mit Temperaturen zwischen 20 °C und 35 °C. Die oberirdischen Teile sterben ab, sobald das Thermometer dauerhaft in Richtung 0 °C sinkt.
Der Wasserbedarf ist sehr hoch. In ihrer natürlichen Umgebung wächst sie an Ufern von Flüssen und Seen sowie in Überschwemmungsebenen. Bei einer kontrollierten Kultur muss das Substrat ständig klatschnass gehalten werden.
Die Vermehrung erfolgt fast ausschließlich durch Aussaat. Stecklinge von halbverholzten Stängeln sind technisch möglich, werden aber aufgrund der einfachen natürlichen Vermehrung selten praktiziert.
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