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Schwarzer Mais, auch bekannt als Indianermais, ist eine schnell wachsende, einjährige Pflanze aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Es handelt sich um eine sehr alte indianische Sorte, die ursprünglich aus Südamerika stammt. Der schwarze Mais erreicht eine Höhe von 1,50 bis 2 Metern und trägt sehr früh in der Saison Früchte.
Seine Blätter sind lang, bandförmig und scheidenbildend, typisch für Gräser. Sie weisen eine hervorstehende Mittelrippe und scharfe Ränder auf. Bei vielen Sorten des schwarzen Maises können die Stängel und Blätter rötliche oder violette Farbtöne aufweisen, was auf natürliche Pigmente zurückzuführen ist, besonders wenn die Nächte kühl sind.
Schwarzer Mais ist eine einhäusige Pflanze, die getrennte männliche und weibliche Blüten an derselben Pflanze trägt. Die männlichen Blüten bilden eine federartige Rispe an der Spitze des Stängels, die den Pollen freisetzt. Die weiblichen Blüten befinden sich in den Blattachseln, gruppiert zu Kolben.
Die Samen des Indianermaises von Zea mays sind schwarz, glasig, sehr hart und besonders reich an Antioxidantien. Sie sind in regelmäßigen Reihen auf einem zentralen Kolben angeordnet. Ihre intensive schwarze Farbe, mitunter mit violetten oder bläulichen Reflexen, erscheint erst im letzten Stadium der Reifung.
Im Gegensatz zum Zuckermais, den man direkt vom Kolben isst, ist der essbare schwarze Mais zu hart, um frisch verzehrt zu werden. Man lässt ihn an der Pflanze trocknen, um ihn zu Mehl oder Grieß (wie Polenta) zu verarbeiten. Da er reich an Stärke ist, bildet er die Basis für viele traditionelle indianische Zubereitungen, wie Hominy, Garnachas, Tortillas oder Fladen, und bietet einen rustikaleren und ausgeprägteren Geschmack als der klassische gelbe Mais.
Aufgrund seiner außergewöhnlichen schwarzen Farbe ist er ein zentrales Element herbstlicher Dekorationen. Die ganzen Kolben werden oft mit ihren getrockneten Hüllblättern verwendet, um Tischgestecke, Türkranze oder Trockensträuße für Erntedankfeste zu gestalten. Wenn er trocken gelagert wird, behält er seine Schönheit über Jahre hinweg.
Für viele indigene Völker Amerikas ist der Indianermais weit mehr als eine Pflanze; er ist ein heiliges Symbol für Leben und Fruchtbarkeit. Er wird noch heute in Zeremonien, als Opfergabe oder zur Herstellung ritueller Objekte verwendet, was von der tiefen Verbindung zwischen Landwirtschaft und Spiritualität zeugt.
Es handelt sich um eine zehrende Pflanze, die einen tiefgründigen, lockeren und sehr humusreichen Boden benötigt. Sie schätzt Böden, die sich im Frühjahr schnell erwärmen. Eine großzügige Gabe von Kompost oder stickstoffreichem Dünger vor der Pflanzung ist unerlässlich.
Ein Standort in voller Sonne ist zwingend erforderlich. Die Pflanze benötigt ein Maximum an Licht und Wärme für ihre schnelle Photosynthese. Um eine gute Bestäubung zu gewährleisten, empfiehlt es sich, die Pflanzen eher im Block (nebeneinander) als in einer einzigen Reihe zu pflanzen, damit der Wind den Pollen effektiv verteilen kann.
Diese einjährige Pflanze besitzt keinerlei Winterhärte. Sie ist extrem frostempfindlich. Die Keimung beginnt erst, wenn der Boden eine Temperatur von mindestens 12°C bis 15°C erreicht hat. Das Wachstum ist bei 20°C bis 30°C optimal zu beobachten. Zu niedrige Temperaturen während des Sommers können die Kolbenbildung verzögern und die Reifung der Körner verhindern.
Der Wasserbedarf ist hoch und kritisch, besonders zum Zeitpunkt der Blüte und der Kornfüllung. Wassermangel in diesen Phasen kann zu schlecht gefüllten Kolben führen. Gegossen werden sollte regelmäßig und direkt am Fuß der Pflanze, um eine konstante Bodenfeuchtigkeit zu gewährleisten, ohne das Laub zu benetzen.
Die Hauptschädlinge sind der Maiszünsler (eine Raupe, die sich in die Stängel bohrt) oder Blattläuse. Auch Vögel fressen gerne die jungen Keimlinge und die reifen Körner. Krankheitsseitig können bei übermäßiger Feuchtigkeit Maisbeulenbrand und Rost auftreten.
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