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Das Brasilianische Mammutblatt, auch Riesen-Rhabarber oder lateinisch Gunnera manicata genannt, ist eine majestätische ausdauernde Pflanze, die ursprünglich aus Südamerika (Brasilien und Kolumbien) stammt. Sie gehört zur Familie der Gunneraceae. Diese gigantische und beeindruckende Pflanze kann über 3 Meter hoch werden und bevorzugt feuchte Böden an halbschattigen Standorten.
Ihre rote Blüte erscheint von August bis Oktober. Sie wächst in Form von Ähren, die über das Laub der Pflanze hinausragen. Die einzelnen Blüten sind winzig, meist nur etwa 3 Millimeter im Durchmesser, und wachsen in kegelförmigen, verzweigten Rispen.
Daraus entwickeln sich später kugelige, rot-grüne Früchte, die die Samen enthalten.
Die Samen des Brasilianischen Mammutblatts sind braun, rund und haben im Durchschnitt einen Durchmesser von nur einem Millimeter.
Die Blätter sind dornig und sehr breit; sie können einen Durchmesser von bis zu 2 Metern erreichen und bilden eine Krone von mehreren Metern Spannweite.
Hinweis: Trotz des Namens „Riesen-Rhabarber“ ist das Laub nicht essbar.
Der Brasilianische Riesenrhubarber, oder Gunnera manicata, wird im Gartenbau vor allem wegen seiner spektakulären Blätter geschätzt, die bis zu zwei Meter groß werden können. Er strukturiert Wassergärten und Feuchtgebiete majestätisch durch sein einzigartiges prähistorisches Aussehen.
Auf ökologischer Ebene fördert diese beeindruckende Pflanze die Artenvielfalt, indem sie der ufernahen Tierwelt dichten Unterschlupf bietet. Ihre kräftigen Wurzeln tragen zudem zur Stabilisierung lockerer Böden und zur natürlichen Filterung von Sumpfgebieten bei.
Schließlich ist sie von großem wissenschaftlichem Interesse aufgrund ihrer einzigartigen Symbiose mit stickstofffixierenden Cyanobakterien. Diese biologische Besonderheit ermöglicht ihr ein kräftiges Wachstum selbst in Böden, die arm an essentiellen Nährstoffen sind.
Das Substrat muss frisch, feucht und reich an organischer Substanz sein. Bei einer Topfkultur sollte der Boden unbedingt mit einer Schicht Tonkugeln dräniert werden. Der Boden sollte niemals zu kalkhaltig, sondern eher leicht sauer sein.
Die Pflanze benötigt einen halbschattigen Standort, um gut zu gedeihen. Sie bevorzugt schattige Bereiche, profitiert aber von indirektem Licht für eine optimale Entwicklung.
Ab einem Alter von 3 Jahren kann die Pflanze trotz ihrer südamerikanischen Herkunft Temperaturen bis zu -20 °C standhalten, sofern sie im Winter etwas geschützt wird (z. B. durch Abdecken des Herzens mit den eigenen welken Blättern). Die optimale Wachstumstemperatur liegt bei 27 °C. Ihre USDA-Winterhärtezone ist 7a.
Sie liebt Wasser und benötigt eine feuchte und kühle Umgebung. Staunässe, die das Wurzelsystem verfaulen lassen könnte, sollte jedoch vermieden werden. In den ersten drei Wochen nach der Pflanzung sollte zweimal täglich gegossen werden, danach bei großer Sommerhitze etwa einmal pro Woche durchdringend.
Die Vermehrung kann auf zwei Arten erfolgen: entweder durch Aussaat der Samen oder durch Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr oder späten Herbst.
Die Pflanze ist kaum anfällig für Krankheiten oder die üblichen Gartenparasiten. Gelegentlich kann es zu Fraßschäden durch Weichtiere wie Schnecken kommen.
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