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Die Jojoba, auch Simmondsia chinensis, ist ein langsam wachsender kleiner Baum oder Strauch aus der Familie der Jojobagewächse (Simmondsiaceae). Dieser robuste und widerstandsfähige Strauch erreicht eine Höhe von etwa 3 Metern und stammt ursprünglich aus Mexiko und den Wüstenregionen Nordamerikas. Er wird „Schafnuss“ genannt, da er in kargen Gebieten wächst, in denen traditionell Schafe gezüchtet werden.
Die Jojobasamen, auch Mandeln oder Bohnen genannt, sind dunkelbraun, gestreift und etwa 1 cm lang. Die Ernte erfolgt im Herbst. Jojoba ist diözisch (zweihäusig): Das bedeutet, dass einige Pflanzen nur männliche Blüten und andere nur weibliche Blüten tragen.
Die Blüten sind gelb, klein und haben einen Durchmesser von nur etwa einem Zentimeter.
Die Blätter sind sehr dick, oval-länglich, behaart und ledrig – sie erinnern an die Blätter des Olivenbaums oder des Pistazienbaums.
Dieser kleine mexikanische Baum wird hauptsächlich wegen seiner Samen kultiviert, aus denen Jojobawachs und das bekannte Jojobaöl gewonnen werden. Dieses „Öl“ (eigentlich ein flüssiges Wachs) ist in der Kosmetikindustrie weit verbreitet, um ätherische Öle zu verdünnen, und dient als nachhaltiger Ersatz für Walrat (Spermaceti).
Jojobaöl ist zudem als Massageöl sehr beliebt, da es besonders leicht in die Haut einzieht und keinen Fettfilm hinterlässt. Es findet auch Verwendung als Schmiermittel für Motoren und als Brennstoff für Lampen.
Der Jojobabaum wächst in Substraten, die arm an organischer Substanz, aber reich an Mineralien sind. Der Boden muss sehr sandig und gut durchlässig sein.
Jojoba benötigt einen sehr sonnigen Standort. Die Lichtintensität ist entscheidend für die spätere Produktion der Samen.
Die Pflanze braucht viel Wärme zum Wachsen (ideal zwischen 25 und 35 °C). Die Winterhärte ist relativ gut; sie verträgt leichte Minusgrade bis etwa -5 °C (USDA-Zone 8b).
Als Halbwüstenpflanze benötigt Jojoba keine regelmäßige Bewässerung. Gegossen werden sollte nur direkt am Fuß der Pflanze. Im Hochsommer ist eine Wassergabe pro Woche meist ausreichend.
Es gibt zwei Arten der Vermehrung: durch Aussaat oder durch Stecklinge. Für Stecklinge werden im September halbverholzte Triebe geschnitten, im unteren Bereich (ca. 5 cm) entlaubt und unter Folie (gespannte Luft) bewurzelt.
In Europa gibt es für diese Pflanze kaum natürliche Fressfeinde oder Pilzerkrankungen.
Schneiden Sie jedes Jahr trockene Zweige zurück und entfernen Sie abgestorbene Blätter, die im Laufe des Wachstums abfallen.
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