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Phytolacca bogotensis KERMESBEERE (10 samen)

0161

TINTENBEERE samen

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Beschreibung

Die Kermesbeere, auch Tintenbeere, Trauben-Kermesbeere oder lateinisch Phytolacca genannt, ist eine ausdauernde Pflanze aus der Familie der Kermesbeerengewächse (Phytolaccaceae). Sie wächst ursprünglich in den Himalaya-Regionen Asiens in Höhenlagen zwischen 2000 und 3000 Metern sowie in den Anden. Heutzutage ist sie in ganz Europa verbreitet, wo sie dazu neigt, invasiv zu werden.

Sie wächst schnell und erreicht eine Höhe von 0,80 bis 1,50 Metern. Die Blätter sind sommergrün, wechselständig und groß (bis zu 30 cm lang). Sie haben eine oval-lanzettliche Form mit einer spitzen Endung und glatten Rändern. Ihre Farbe ist ein kräftiges Grün, wobei sie im Herbst oft rötliche oder violette Farbtöne annehmen. Sie sind glatt und verströmen beim Zerreiben einen eher unangenehmen Geruch.

Die Blüten erscheinen im Sommer in langen, hängenden oder aufrechten Trauben (Traubenblütenstand). Sie sind klein und besitzen keine Blütenblätter; es sind die fünf Kelchblätter, die grünlich-weiß oder blassrosa gefärbt sind.

Die Früchte sind fleischige Beeren, die anfangs grün sind und bei der Reife glänzend schwarz-violett werden. Sie enthalten etwa zehn Samen und sind in dichten, kompakten Trauben angeordnet, die an Weintrauben erinnern.

Die Samen der Kermesbeere sind rund, klein, glänzend schwarz und kreisförmig. Sie sind extrem widerstandsfähig und können mehrere Jahre lang ruhend im Boden überdauern. Die Verbreitung erfolgt durch Vögel, welche die Beeren fressen und die Samen unversehrt wieder ausscheiden.

- Verwendung:

Zierpflanze: Sie wird wegen ihres kräftigen Wuchses und der langen Blütentrauben geschätzt, die viele Bestäuber anlocken. Die glänzend schwarzen Beeren sind sehr dekorativ und dienen Vögeln als Nahrungsquelle.

Natürlicher Farbstoff: Die Beeren enthalten einen sehr intensiven rot-violetten Saft. Historisch wurden sie als natürlicher Farbstoff für Wein, Textilien und Tinten verwendet.

Warnhinweis: Obwohl sie von Vögeln gefressen werden, sind die Beeren für Menschen giftig. Alle Teile der Pflanze sind giftig. Nicht verzehren.

Garten & Kultur: Mit ihrem exotischen Aussehen ist sie ideal für Tropengärten, den Hintergrund von Staudenbeeten oder botanische Sammlungen. In verschiedenen traditionellen Kulturen Amerikas ist sie für ihre medizinischen Eigenschaften und ihre Verwendung in Zeremonien bekannt.

- Keimung und Aussaat:

  • Die ideale Zeit für die Aussaat der Tintenbeere ist ab März.
  • Beginnen Sie damit, die Samen für 4 Wochen im Kühlschrank oder im Winter direkt im Freien zu stratifizieren (Kältereiz).
  • Säen Sie die Samen in einen Topf mit feiner Aussaaterde.
  • Bedecken Sie die Samen nur ganz leicht mit feiner Erde.
  • Wässern Sie mit einem Handsprüher und lassen Sie die Kultur an einem Ort mit einer Temperatur von ca. 20 °C stehen.

- Bodenart / Substrat:

Phytolacca schätzt tiefe, frische und humusreiche Böden, ist aber extrem anpassungsfähig. Sie besiedelt bereitwillig Brachflächen, Waldränder und gewöhnliche Gartenerde.

- Standort / Licht:

Sie gedeiht am besten in der vollen Sonne oder im Halbschatten. Eine gute Belichtung fördert die leuchtend rote Färbung der Stängel und eine reichliche Beerenproduktion. Im zu dunklen Unterholz neigt sie zur Vergeilung (lange, schwache Triebe).

- Temperaturen / Winterhärte:

Diese Pflanze ist sehr winterhart und verträgt Temperaturen von bis zu -15 °C oder -20 °C. Die oberirdischen Teile erfrieren beim ersten Frost, aber der fleischige Wurzelstock überlebt problemlos im Boden.

- Bewässerung / Wasserbedarf:

Der Wasserbedarf ist mäßig. Obwohl sie leicht frische Böden bevorzugt, ermöglicht ihr die tiefe Pfahlwurzel, Trockenperioden zu überstehen, sobald sie gut etabliert ist.

- Schädlinge / Krankheiten:

Die Kermesbeere ist nahezu unanfällig für Krankheiten und Parasiten. Ihre natürliche Toxizität wirkt als Abwehrmittel; nur gelegentlich treten Blattläuse auf.

Achtung: Diese Art kann je nach Region invasiv sein! Bitte achten Sie darauf, die Ausbreitung in Ihrem Garten zu kontrollieren.

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