Artikel-Nr.: 1232
Artikel-Nr.: 0157
Jatropha curcas, auch Purgiernuss oder Biokraftstoff-Pflanze genannt, ist ein tropischer Baum aus der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Es handelt sich um eine langsam wachsende Sorte, die eine Höhe von 2 bis 5 m erreicht. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika und wird heute weltweit zur Gewinnung ihres Öls kultiviert.
Sie besitzt ein dichtes, immergrünes Laub mit wechselständigen, einfachen und ovalen Blättern. Die Blätter sind dick, dunkelgrün und haben eine leicht wachsartige Textur, die ihnen ein glänzendes Aussehen verleiht. Ihre Größe variiert in der Regel zwischen 10 und 20 cm Länge, mit leicht gewellten Rändern.
Die Blüten sind klein, rot und in verzweigten Blütenständen, oft in Rispen, angeordnet. Sie verströmen einen süßlichen Duft und ziehen bestimmte Bestäuber an. Jede Blüte besitzt fünf Blütenblätter und ist zwittrig, was die geschlechtliche Fortpflanzung der Pflanze ermöglicht.
Die Früchte des Ölbaums sind eiförmige, dicke Kapseln, die in der Regel 4 cm lang sind. Wenn sie reifen, nehmen sie eine dunkelbraune oder schwärzliche Farbe an und öffnen sich, wobei sie mehrere Samen freigeben. Die Fruchtschale ist hart und schützt so die Samen.
Die Samen von Jatropha curcas sind schwarz, rau und zylindrisch. Ihre Größe variiert von 17 bis 20 Millimeter Länge bei einem Gewicht von etwa 500 Zentigramm.
Afrika setzt heute auf die Produktion von grünem Diesel aus dem Öl. Jedes Jahr verbrauchen Besitzer von Dieselmotoren 200 Millionen Liter Diesel. Das Öl wird heutzutage häufig für die Produktion eines ökologischen Kraftstoffs verwendet, ohne dass zwangsläufig Erdöl aus dem Untergrund gefördert werden muss.
Eine Goldmine für die Länder Afrikas, in denen das Klima für Jatropha günstig ist, daher auch die Bezeichnung: das grüne Gold der Wüste. Der Hauptvorteil dieser neuen ökologischen Technologie besteht darin, dass sie Wasserdampf und kein Kohlendioxid ausstößt. Es ist mit Sicherheit unser Kraftstoff von morgen. Abgesehen davon, dass sie für saubere Energie nützlich ist, ist ihre Blüte schlichtweg prächtig.
Sie gedeiht in sandigen oder lehmigen Substraten mit einem pH-Wert zwischen 6 und 7,5. Ein zu tonhaltiger oder zu kompakter Boden kann Staunässe begünstigen und das Wachstum beeinträchtigen. Eine gute Drainage ist daher erforderlich.
Diese Pflanze liebt vollsonnige Standorte und benötigt mindestens 6 Stunden direktes Licht pro Tag für ein optimales Wachstum. Sie kann leicht schattige Plätze tolerieren, aber die Fruchtproduktion und Vitalität sind bei viel Licht besser.
Da sie eine tropische und subtropische Pflanze ist, bevorzugt sie Temperaturen zwischen 20°C und 30°C. Sie ist bis ca. 1°C winterhart, aber darüber hinaus besteht die Gefahr von Schäden oder des Absterbens, wenn die Kälte anhält oder zu intensiv ist.
Sie benötigt bei der Pflanzung mäßige Wassergaben, wobei vor allem Staunässe zu vermeiden ist, die zu Wurzelfäule führen kann. Eine regelmäßige Bewässerung während der Wachstumsperiode wird empfohlen, wobei der Boden zwischen zwei Wassergaben leicht antrocknen sollte.
Die Vermehrung kann durch Aussaat oder durch Stecklinge erfolgen. Die Stecklingsvermehrung an halbverholzten Zweigen ermöglicht es ebenfalls, schnell neue Pflanzen zu gewinnen.
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