Artikel-Nr.: 1232
Die Brugmansia sanguinea, auch Rote Engelstrompete oder Roter Datura genannt, ist ein schnell wachsender Strauch aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Sie stammt aus Südamerika, insbesondere aus Peru. Dieser kleine, immergrüne Baum kann in den Tropen eine Höhe von über 4 Metern erreichen.
Sie zeichnet sich durch ihr üppiges, duftendes und imposantes Laub aus. Die großen, leuchtend grünen Blätter sind oval und leicht gewellt und messen oft bis zu 30 cm in der Länge. Die Textur der Blätter ist weich und seidig; sie sind gegenständig an den Zweigen angeordnet.
Die Blüte ist ein wahres Spektakel. Die großen, trompetenförmigen Blüten, die bis zu 25 cm lang werden können, erscheinen meist im Sommer und Herbst. Nach der Blüte bildet sie kapselförmige, grüne Früchte von etwa 10 cm Länge. Obwohl sie ästhetisch interessant sind, ist es wichtig zu wissen, dass die Früchte – wie alle Teile der Pflanze – giftige Verbindungen enthalten und mit Vorsicht behandelt werden müssen.
Die Samen der Roten Engelstrompete sind abgeflacht, hellbraun, leicht gebogen und durchschnittlich 1 cm lang.
Zierpflanze: Sie wird hauptsächlich als Zierpflanze verwendet und fasziniert durch ihre spektakulären Blüten und ihre leuchtenden Farben. Zudem wird sie für den angenehmen Abendduft ihrer Blüten geschätzt.
Kultivierung: Sie kann gut im Topf gehalten werden, sodass Sie Terrassen oder Balkone ganz nach Ihren Wünschen gestalten können.
Ethnobotanik: In den peruanischen Anden wird dieser Strauch seit Jahrtausenden kultiviert, um ein rituelles Getränk herzustellen, das Trancezustände ermöglicht.
Vorsicht: Dieser giftige Strauch wird nur von sehr erfahrenen Schamanen verwendet; vom Verzehr wird dringend abgeraten. Traditionellen Überzeugungen zufolge bestraft die Pflanze Menschen schwer, die ihr gegenüber Respekt vermissen lassen. Nur für ethnobotanische Sammlungen bestimmt.
Sie gedeiht sehr gut in einem gut durchlässigen und humusreichen Substrat. Eine Mischung aus 50 % Blumenerde, 30 % Kompost und 20 % Sand ist ideal. Sie bevorzugt einen leicht sauren pH-Wert.
Diese Pflanze liebt sehr sonnige Plätze und benötigt täglich mehrere Stunden volle Sonne. Ein halbschattiger Standort kann ebenfalls geeignet sein, besonders in Regionen mit sehr heißen Sommern.
Als tropische Pflanze verträgt sie keinen dauerhaften Frost. Sie entwickelt sich am besten bei Temperaturen zwischen 20 und 35 °C. Bei kühleren Temperaturen sollte sie geschützt oder im Topf gehalten werden, um sie im Winter ins Haus zu holen.
Diese Art benötigt regelmäßige Wassergaben, um den Boden feucht zu halten, besonders während der Blütezeit. Staunässe muss unbedingt vermieden werden, da dies zu Wurzelfäule führen kann. In Trockenperioden ist häufigeres Gießen und eine gute Mulchschicht notwendig.
Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich durch Samen oder Stecklinge. Halbverholzte Stecklinge können im Frühjahr oder Sommer geschnitten und in einer warmen, feuchten Umgebung bewurzelt werden.
Diese exotische Pflanze kann anfällig für Blattläuse, Wollläuse und Spinnmilben sein. Es ist wichtig, die Blätter regelmäßig zu kontrollieren und bei Befall entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Artikel-Nr.: 1225
Artikel-Nr.: 0019
Artikel-Nr.: 0181
check_circle
check_circle