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Die Brugmansia sanguinea, auch Rote Engelstrompete oder Roter Datura genannt, ist ein schnell wachsender Strauch aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Sie stammt aus Südamerika, insbesondere aus Peru. Dieser kleine, immergrüne Baum kann in den Tropen eine Höhe von über 4 Metern erreichen.
Sie zeichnet sich durch ihr üppiges, duftendes und imposantes Laub aus. Die großen, leuchtend grünen Blätter sind oval und leicht gewellt und messen oft bis zu 30 cm in der Länge. Die Textur der Blätter ist weich und seidig; sie sind gegenständig an den Zweigen angeordnet.
Die Blüte ist ein wahres Spektakel. Die großen, trompetenförmigen Blüten, die bis zu 25 cm lang werden können, erscheinen meist im Sommer und Herbst. Nach der Blüte bildet sie kapselförmige, grüne Früchte von etwa 10 cm Länge. Obwohl sie ästhetisch interessant sind, ist es wichtig zu wissen, dass die Früchte – wie alle Teile der Pflanze – giftige Verbindungen enthalten und mit Vorsicht behandelt werden müssen.
Die Samen der Roten Engelstrompete sind abgeflacht, hellbraun, leicht gebogen und durchschnittlich 1 cm lang.
Ein außergewöhnlicher Strauch für Botanik-Sammler
Geschätzt für seine leuchtenden Blüten und seinen intensiven nächtlichen Duft, ist dieser Strauch ein Prachtstück der Landschaftsgestaltung. Seine Kultivierung im Topf ermöglicht die Verschönerung von Terrassen und Balkonen und bietet eine elegante Blüte sowie eine einzigartige architektonische Struktur.
Ethnobotanischer Kontext und strenge Warnung
Dieser schamanische Strauch stammt aus den peruanischen Anden und nimmt einen zentralen Platz in überlieferten Ritualen ein, wo seine Verwendung aufgrund seiner hohen biochemischen Komplexität ausschließlich erfahrenen traditionellen Praktikern vorbehalten ist.
Sicherheitshinweis: Diese Art ist extrem giftig.
Sie enthält starke Alkaloide, deren Verzehr zu schweren oder gar tödlichen medizinischen Komplikationen führen kann.
In Übereinstimmung mit dem Vorsorgeprinzip wird diese Pflanze ausschließlich zu Zierzwecken und zur Erhaltung der biologischen Vielfalt angeboten.
Sie darf unter keinen Umständen konsumiert oder für medizinische oder psychoaktive Zwecke verwendet werden.
Sie gedeiht sehr gut in einem gut durchlässigen und humusreichen Substrat. Eine Mischung aus 50 % Blumenerde, 30 % Kompost und 20 % Sand ist ideal. Sie bevorzugt einen leicht sauren pH-Wert.
Diese Pflanze liebt sehr sonnige Plätze und benötigt täglich mehrere Stunden volle Sonne. Ein halbschattiger Standort kann ebenfalls geeignet sein, besonders in Regionen mit sehr heißen Sommern.
Als tropische Pflanze verträgt sie keinen dauerhaften Frost. Sie entwickelt sich am besten bei Temperaturen zwischen 20 und 35 °C. Bei kühleren Temperaturen sollte sie geschützt oder im Topf gehalten werden, um sie im Winter ins Haus zu holen.
Diese Art benötigt regelmäßige Wassergaben, um den Boden feucht zu halten, besonders während der Blütezeit. Staunässe muss unbedingt vermieden werden, da dies zu Wurzelfäule führen kann. In Trockenperioden ist häufigeres Gießen und eine gute Mulchschicht notwendig.
Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich durch Samen oder Stecklinge. Halbverholzte Stecklinge können im Frühjahr oder Sommer geschnitten und in einer warmen, feuchten Umgebung bewurzelt werden.
Diese exotische Pflanze kann anfällig für Blattläuse, Wollläuse und Spinnmilben sein. Es ist wichtig, die Blätter regelmäßig zu kontrollieren und bei Befall entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
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Artikel-Nr.: 0091
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