- Nicht auf Lager
Artikel-Nr.: 1232
Artikel-Nr.: 0157
Die Karibische Damiana ist ein ausdauernder Halbstrauch aus der Familie der Safranmalvengewächse (Turneraceae). Sie stammt ursprünglich aus Zentralamerika und ist heute in den meisten tropischen Regionen verbreitet. Sie wird oft als „Damiana“ bezeichnet, wobei die „echte“ Damiana jedoch die Turnera diffusa bleibt.
Die Blätter der Turnera ulmifolia sind lanzettlich bis elliptisch geformt und haben einen deutlich gesägten Rand. Sie sind auf der Oberseite glänzend grün und auf der Unterseite blasser. Sie sind wechselständig entlang der Stängel angeordnet, besitzen zwei kleine Drüsen an der Basis der Blattspreite und verströmen beim Zerreiben einen leichten aromatischen Duft.
Ihre Blüten stehen einzeln und entwickeln sich in den Blattachseln. Sie bestehen aus fünf leuchtend gelben Blütenblättern, die eine weit geöffnete, becherförmige Krone mit einem Durchmesser von etwa 4 bis 5 Zentimetern bilden. Ein bemerkenswertes Merkmal dieser Pflanze ist, dass sich die Blüten nur für einige Stunden am Vormittag öffnen und sich schließen, sobald das Licht oder die Hitze am Nachmittag zu intensiv wird.
Die Frucht ist eine kleine, eiförmige Kapsel mit einer leicht rauen Textur. Bei der Reife trocknet diese Kapsel aus und teilt sich in drei Klappen auf, um die Samen freizugeben.
Die Samen sind klein, braun und leicht gebogen. Sie sind von einer feinen Membran, dem sogenannten Arillus (Samenmantel), umgeben, der oft von Ameisen geschätzt wird, was die Ausbreitung der Pflanze in ihrer Umgebung begünstigt.
In der traditionellen Medizin der Karibik und Lateinamerikas wird sie zur Behandlung verschiedener gesundheitlicher Beschwerden eingesetzt. Ein Aufguss der Blätter wird häufig zur Linderung von Magen-Darm-Problemen, Erkältungen und lokalen Entzündungen verwendet. Obwohl sie oft mit ihrer nahen Verwandten, der Turnera diffusa (der echten Damiana), verwechselt wird, besitzt sie ähnliche Eigenschaften, insbesondere stärkende und anregende Wirkungen, die zur Bekämpfung von Müdigkeit und Stress eingesetzt werden.
Die wissenschaftliche Forschung interessiert sich für diese Pflanze aufgrund ihres Reichtums an Wirkstoffen wie Flavonoiden und Alkaloiden. Studien haben ihre antioxidativen, entzündungshemmenden und vor allem antibiotischen Eigenschaften hervorgehoben, insbesondere ihre Fähigkeit, die Wirksamkeit bestimmter Medikamente gegen resistente Bakterien zu verstärken. In der Kosmetik werden Extrakte der Pflanze aufgrund ihrer beruhigenden und schützenden Eigenschaften gegen oxidativen Stress gelegentlich in Hautpflegeprodukte eingearbeitet.
Nicht ohne ärztlichen Rat einer medizinischen Fachkraft verzehren.
Aufgrund ihrer gelben Blüte und ihres robusten Wachstums ist sie als Zierpflanze in tropischen und subtropischen Gärten sehr beliebt. Sie eignet sich ideal für Rabatten oder als dichter Bodendecker, der nur wenig Pflege benötigt.
Die Turnera ist nicht anspruchsvoll, was die Bodenbeschaffenheit angeht, bevorzugt aber ein leichtes, sandiges und vor allem sehr gut durchlässiges Substrat. Eine Mischung aus 70 % hochwertiger Blumenerde und 30 % Flusssand ist ideal. Sie toleriert nährstoffarme und sogar leicht kalkhaltige Böden.
Um eine üppige Blüte zu gewährleisten, benötigt diese Pflanze einen Standort in der vollen Sonne. Da sich die Blüten nur unter Lichteinwirkung entfalten, ist ein freier, unbeschatteter Platz unerlässlich.
Da sie aus tropischen Zonen stammt, ist sie kälteempfindlich und gedeiht idealerweise zwischen 20°C und 30°C. Sie verträgt keinen Frost und beginnt zu leiden, sobald die Temperaturen unter 10°C fallen. In gemäßigten Klimazonen wird sie im Topf kultiviert, um im Winter geschützt untergebracht zu werden, oder als einjährige Pflanze in Sommerbeeten verwendet.
Ihr Wasserbedarf ist mäßig, da die Pflanze eine gute Trockenresistenz besitzt, sobald sie einmal etabliert ist. Es wird empfohlen, während der Wachstumsphase regelmäßig zu gießen, dabei aber das Substrat an der Oberfläche zwischen den Wassergaben abtrocknen zu lassen. Im Winter, wenn die Pflanze im Haus gehalten wird, müssen die Wassergaben erheblich reduziert werden, um ihre Ruhephase zu respektieren.
Die Vermehrung erfolgt sehr einfach durch Aussaat oder Stecklinge. Die Stecklingsvermehrung von halbverholzten Trieben im Frühjahr oder Sommer liefert hervorragende Ergebnisse: Es genügt, die Triebsegmente in eine leichte Erdmischung zu stecken und sie warm zu halten, damit nach wenigen Wochen die ersten Wurzeln erscheinen.
Ihre Bewertung der Rezension kann nicht gesendet werden
Kommentar melden
Meldung gesendet
Ihre Meldung kann nicht gesendet werden
Eigenen Kommentar verfassen
Bewertung gesendet
Ihre Bewertung kann nicht gesendet werden
Artikel-Nr.: 1175
check_circle
check_circle