- Reduziert
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Artikel-Nr.: 0157
Der Blauglockenbaum, auch Kaiser-Paulownie oder lateinisch Paulownia tomentosa genannt, ist ein faszinierender, sehr winterharter Baum aus der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae). Er stammt ursprünglich aus Nordchina, Japan und Korea. Dieser majestätische Baum hat ein extrem schnelles Wachstum und kann eine maximale Höhe von 20 Metern erreichen. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Wuchskraft und vielseitigen Nutzung wird er oft als „Superbaum“ bezeichnet.
Er zeichnet sich durch sein großes, üppiges und duftendes Laub aus. Die herzförmigen Blätter können bis zu 40 cm lang und 30 cm breit werden. Sie sind leuchtend grün und haben eine weiche Textur, wobei die Unterseite oft leicht behaart (pubeszent) ist. Diese Blattfülle macht die Paulownie zu einem hervorragenden Schattenspender, weshalb sie in Parks und Gärten sehr geschätzt wird.
Die Blüte ist spektakulär und zieht alle Blicke auf sich. Die großen, glockenförmigen Blüten in Blassviolett bis Blau erscheinen im Frühjahr noch vor dem Laubaustrieb. Sie stehen in rispigen Blütenständen zusammen und bilden einen markanten Kontrast zum später erscheinenden grünen Laub. Jede Blüte ist etwa 5 bis 7 cm lang und verströmt einen süßen, angenehmen Duft, der an Veilchen erinnert und Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge anlockt. Die Blütezeit dauert mehrere Wochen an.
Die Früchte sind klebrige, kapselartige Gehäuse, die sich nach der Blüte bilden. Diese bräunlichen Kapseln sind etwa 3 bis 5 cm lang und öffnen sich bei Reife, um die Samen freizugeben.
Die Samen des Blauglockenbaums sind winzig, weiß, flach, sehr leicht und geflügelt, sodass sie problemlos vom Wind verbreitet werden.
Er wird hauptsächlich wegen seiner wunderschönen Blüte und seiner majestätischen Erscheinung kultiviert. Sein Holz ist äußerst wertvoll: Dank seiner Leichtigkeit bei gleichzeitiger Stabilität ist es ideal für den Bau und die Möbelherstellung (oft als „Aluminium unter den Hölzern“ bezeichnet). Die großen Blätter dienen zudem als Viehfutter und verbessern die Bodenqualität durch ihre Fähigkeit, große Mengen Kohlenstoff zu binden.
Zudem eignet er sich hervorragend für die Gestaltung als Bonsai.
Dieser Baum gedeiht sehr gut in einem gut durchlässigen Substrat, das reich an organischer Substanz ist. Er passt sich an verschiedene Bodenarten an (Lehm, Sand oder Schluff), solange diese nicht zu stark verdichtet sind. Eine gute Bodendurchlüftung ist entscheidend für die optimale Wurzelentwicklung.
Diese Art liebt sonnige Standorte. Ein Platz in der vollen Sonne fördert das schnelle Wachstum und eine reiche Blüte. Er toleriert leichten Schatten, doch zu wenig Licht kann die Entwicklung beeinträchtigen.
Er ist sehr frosthart und kann Temperaturen bis zu -20 °C standhalten. Dennoch bevorzugt er ein gemäßigtes Klima und reagiert empfindlich auf Spätfröste, besonders während des frühen Wachstums und der Blütezeit.
Der Wasserbedarf ist moderat. In den ersten Jahren ist regelmäßiges Gießen wichtig, um ein starkes Wurzelsystem aufzubauen. Einmal etabliert, ist er trockenheitstoleranter, wobei Wassergaben in Dürreperioden das Wachstum fördern.
Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich durch Aussaat oder Stecklinge. Auch die Vermehrung durch Wurzelausläufer ist möglich.
Obwohl er generell resistent ist, können im frühen Frühjahr Blattläuse auftreten. Bei zu feuchten Bedingungen können zudem Pilzerkrankungen den Baum schwächen.
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