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Artikel-Nr.: 0157
Das Schwarze Bilsenkraut, auch lateinisch Hyoscyamus niger genannt, ist ein zweijähriges Kraut aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).
Es wird 60 cm hoch und wächst schnell. Es stammt hauptsächlich aus Europa, insbesondere aus dem Mittelmeerraum. Seine Lebensdauer beträgt 2 bis 3 Jahre.
Seine Blätter sind breit, länglich geformt und zeichnen sich durch ihre tief in spitze Lappen eingeschnittenen Ränder aus. Sie haben eine grau-grüne Farbe und sind mit klebrigen Drüsenhaaren bedeckt. Beim Zerreiben verströmen sie einen sehr charakteristischen, fötiden und betäubenden Geruch.
Die sommerliche Blüte zeigt trichterförmige Blütenkronen in blassem Gelb oder Creme. Einzigartig macht sie ihr komplexes Netz aus dunkelvioletten Adern, die zu einem fast schwarzen Schlund im Zentrum der Blüte zusammenlaufen.
Die Frucht ist eine Kapsel, die vom bleibenden Kelch umschlossen wird, der starr und dornig geworden ist. Die Besonderheit dieser Frucht liegt in ihrer Öffnungsweise: Bei der Reife löst sich die Spitze der Kapsel wie ein kleiner kreisförmiger Deckel ab.
Die Samen des Schwarzen Bilsenkrauts sind rund, rau, klein und grau; sie wachsen in Kapseln, die von September bis Oktober reifen.
Es zeichnet sich durch sein ästhetisches Erscheinungsbild und seine geheimnisvolle, geschichtsträchtige Ausstrahlung aus. Es wurde bereits von den griechischen und römischen Zivilisationen wegen seiner beruhigenden und krampflösenden Eigenschaften genutzt.
Dieses sogenannte "magische" Kraut enthält zahlreiche Alkaloide wie Atropin, Hyoscyamin und Scopolamin. In Europa wurde es für esoterische und schamanische Rituale verwendet.
Es ist in mittelalterlichen Gärten, Wildgärten oder bei Liebhabern von Ritualpflanzen sehr beliebt. Seine einzigartige Blüte und seine wilde Silhouette machen es zu einer kuriosen Pflanze, die Kräuterkundler und botanische Sammler anzieht.
ACHTUNG: Alle Teile der Pflanze sind giftig. Nicht verzehren; nur zur Erhaltung der ethnobotanischen Art kultivieren.
Diese nitrophile (stickstoffliebende) Pflanze schätzt stickstoffreiche, tiefe und gut drainierte Böden. Sie gedeiht besonders gut in sandigen, kalkhaltigen Böden oder auf Schuttplätzen. Ein lockeres Substrat ermöglicht es der Pfahlwurzel, sich korrekt zu entwickeln, während ein zu kompakter oder wassergesättigter Boden zu Fäulnis am Wurzelhals führen kann.
Das Schwarze Bilsenkraut benötigt einen Standort in voller Sonne, um ein kräftiges Wachstum und eine vollständige Blüte zu gewährleisten. In südlicheren Regionen verträgt es leichten Halbschatten, aber eine intensive Lichteinstrahlung ist für die Entwicklung seiner Wirkstoffe notwendig.
In gemäßigten Zonen winterhart, verträgt es die Kälte und die europäischen Winter sehr gut. Das Wachstum ist optimal bei Temperaturen zwischen 15°C und 20°C. Als ein- oder zweijährige Pflanze folgt sie einem natürlichen, jahreszeitlich bedingten Zyklus und benötigt keine tropische Hitze.
Der Wasserbedarf ist mäßig. Einmal gut angewachsen, verträgt es dank seiner tiefen Wurzel kurze Trockenperioden. Eine regelmäßige, aber nicht übermäßige Bewässerung ist jedoch während der ersten Wachstumsphase und während der Fruchtbildung vorzuziehen. Die Bodenoberfläche muss zwischen zwei Wassergaben unbedingt abtrocknen.
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