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Der Indischer Stechapfel, auch Metel-Stechapfel oder Datura metel genannt, ist ein einjähriges Kraut aus der großen Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Er stammt wahrscheinlich aus Nordindien und ist heute in ganz Südostasien verbreitet.
Seine Blätter zeichnen sich durch ihr kräftiges Aussehen und ihren stolzen Wuchs aus. Sie sind oval, breit und können über 20 cm lang werden. Ihre Farbe ist ein tiefes Grün, oft mit dunklen Nuancen. Bei Berührung offenbaren sie eine geschmeidige, teils leicht flaumige Textur und verströmen beim Zerreiben einen starken, beißenden Geruch.
Die Blüte ist ein Schauspiel aus Feinheit und Gigantismus. Die Blüten erscheinen als große, zum Himmel gerichtete Trichterkronen, die bis zu 15 cm lang werden können. Sie sind reinweiß und enden in fünf spitzen Ausläufern, die ihnen ein elegantes, sternförmiges Aussehen verleihen. Besonders in der Abenddämmerung duften sie stark, um bestäubende Nachtfalter anzulocken. Diese kurzlebigen Blüten halten meist nur einen Tag, bevor sie einer stacheligen Kapsel Platz machen, die die Samen enthält.
Die Samen entwickeln sich in einer charakteristischen Frucht: eine kugelige Kapsel, die mit kurzen, stumpfen Stacheln besetzt ist (im Gegensatz zu Datura stramonium, deren Stacheln sehr scharf sind). Bei der Reife wird diese Kapsel braun, holzig und öffnet sich unregelmäßig, um eine große Menge Samen freizugeben.
Die Samen des Indischer Stechapfels sind etwa 3 bis 5 mm groß und nierenförmig. Ihre Farbe variiert von gelblich-braun bis dunkelbraun, mit einer leicht rauen oder grubigen Oberfläche. Sie sind extrem widerstandsfähig und können mehrere Jahre im Boden ruhen, bis günstige Bedingungen eintreten.
Es ist wichtig zu betonen, dass diese Samen die höchste Konzentration an Tropan-Alkaloiden (Scopolamin und Atropin) der Pflanze enthalten, was sie bei Verzehr extrem giftig oder sogar tödlich macht.
Er bietet eine spektakuläre trompetenförmige Blüte, die sich hervorragend für exotische Beete und Gärten eignet. Bei Liebhabern seltener Pflanzen sehr geschätzt, besticht er durch seine skulpturale Silhouette. Seine süßlich duftenden Blüten ziehen Nachtfalter an.
Dank seines schnellen Wachstums und seiner Hitzeverträglichkeit verleiht er Ihrem Außenbereich ein tropisches Flair. Er kann einjährig oder im Topf kultiviert werden, um ihn im Winter ins Haus zu holen.
Alle Teile dieses Krauts sind hochgiftig. Nicht verzehren, nicht einnehmen. Von Kindern und Haustieren fernhalten.
In der traditionellen Ethnobotanik wurde die Pflanze in Riten und Zeremonien verwendet.
Sie ist mit alten Traditionen verbunden und von großer Bedeutung in der Volksmedizin.
Er schätzt ein nährstoffreiches, tiefgründiges und vor allem gut durchlässiges Substrat. Eine Mischung aus 70% Gartenerde, 20% Blumenerde und 10% Sand verhindert Staunässe an den Wurzeln, die zu Fäulnis führen könnte.
Datura metel liebt die volle Sonne und benötigt maximale Helligkeit. Ein warmer, windgeschützter Standort ist ideal, da die großen Blätter und Trichterblüten empfindlich auf starken Luftzug reagieren. Im Haus oder Gewächshaus sollte er hinter einer sehr sonnigen Fensterscheibe stehen.
Da die Art aus tropischen Gebieten stammt, ist sie frostempfindlich und überlebt keine Minusgrade. Die ideale Wachstumstemperatur liegt zwischen 18°C und 25°C. Unter 10°C stagniert das Wachstum. In gemäßigten Breiten wird er oft einjährig kultiviert oder im Winter geschützt untergebracht.
Der Wasserbedarf ist hoch, besonders während der Blütezeit und bei starker Sommerhitze. Der Boden sollte feucht bleiben, aber niemals nass. Es wird empfohlen, regelmäßig zu gießen, sobald die Bodenoberfläche trocken ist, wobei darauf zu achten ist, das Laub nicht zu benetzen, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.
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