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Artikel-Nr.: 0157
Die Tollkirsche, auch Waldnachtschatten, Teufelskirsche genannt, ist eine zweijährige krautige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die ursprünglich aus Europa, Westasien und Nordafrika stammende „Schöne Dame“ erreicht eine Höhe zwischen 1 und 2 Metern. Sie wächst bevorzugt in Wäldern, im Unterholz und auf Brachflächen.
Ihre geruchlosen Blüten sind glockenförmig, violett und erscheinen von Juni bis Oktober. Sie wachsen einzeln oder in kleinen Gruppen und sind etwa 2 bis 3 cm lang.
Die Früchte sind runde, glatte Beeren, die anfangs grün sind und bei der Reife glänzend schwarz werden. Diese giftigen Beeren enthalten ein starkes Alkaloid namens Atropin.
Die Samen der Atropa belladonna sind klein (nur ca. 3 mm Durchmesser), rund und schwarz. Sie werden im Oktober aus dem Inneren der Früchte geerntet.
Die Blätter sind oval, wechselständig angeordnet und bis zu 20 cm lang. Das dunkelgrüne Laub verströmt einen eher unangenehmen Geruch.
Geschichte und Botanik:
Atropa belladonna ist eine sagenumwobene Pflanze, eine tragende Säule mittelalterlicher Gärten und alter Kräuterbücher. Unter den Namen „Schwarze Tollkirsche“ oder „Teufelskirsche“ bekannt, wird sie heute von Sammlern wegen ihres taxonomischen Interesses und ihrer imposanten Erscheinung im Unterholz geschätzt. Sie ist eine bedeutende Art der europäischen Wildflora, deren Pflege fundierte botanische Kenntnisse erfordert.
Sicherheit und Verwendung:
Diese Pflanze dient ausschließlich der Dekoration. Alle Pflanzenteile sind für den Verzehr ungeeignet. Sie muss in geschlossenen Gärten gepflanzt werden, außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren. Nur für die ethnobotanische Erhaltung bestimmt.
Diese Staude wächst in Böden mit unterschiedlichem Gehalt an organischer Substanz, die jedoch vor allem gut durchlässig sein müssen. Sie ist anspruchslos und passt sich verschiedenen Substraten an.
Sie gedeiht am besten an leicht schattigen Plätzen. Für eine üppige Blüte benötigt sie jedoch einen sehr hellen Standort.
Die Tollkirsche ist sehr trockenheitsresistent. Wasser benötigt sie erst, wenn die Blätter anfangen zu hängen. Während der Wachstumsphase ist ein Gießen alle 3 Tage ideal. Im Winter ist kein Gießen erforderlich, da die Pflanze eine Ruhephase einlegt.
Es ist eine sehr robuste Art, die bei Temperaturen zwischen 15 und 30 °C gut wächst. Im Winter trocknet der oberirdische Teil ab, aber die Wurzel bleibt bis zum nächsten Frühjahr lebendig. Sie ist sehr frosthart und verträgt Temperaturen bis zu -15 °C.
Die effektivste Methode zur Vermehrung der Teufelskirsche ist die Aussaat. Es ist auch möglich, sie durch Teilung der Ausläufer im zeitigen Frühjahr zu vermehren.
Die Pflanze wird manchmal von Schnecken angegriffen. In Bezug auf Krankheiten kann das Laub gelegentlich von Mehltau befallen werden.
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