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Die Alraune oder lateinisch Mandragora officinarum, ist eine langsam wachsende, ausdauernde krautige Pflanze mit einer Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren.
Sie erreicht einen Durchmesser von 30 bis 60 cm.
Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und ist in Spanien, Griechenland, Süditalien und der Türkei zu finden; leider wird dieses esoterische Kraut in freier Wildbahn immer seltener.
Hinweis: Seien Sie nicht überrascht, wenn Sie die Pflanze im Sommer nicht mehr sehen; im Gegensatz zu fast allen anderen Pflanzen befindet sie sich von Frühjahr bis Sommer in der Vegetationsruhe. Sie treibt ab September bis Mai wieder aus.
Die Blätter der Alraune sind dick, mit großen weißen Blattadern versehen und in einer breiten Rosette direkt am Boden angeordnet.
Sie sind oval, gewellt, haben einen unebenen Rand und können bis zu dreißig Zentimeter lang werden.
Ihre dunkelgrüne Farbe und raue Textur bilden einen Kontrast zu der monumentalen Wurzel, die tief in der Erde verborgen liegt.
Die Blüten erscheinen im Zentrum der Rosette an sehr kurzen Blütenstielen, die sie dicht am Laub halten. Sie haben eine glockenförmige, fünfzipfelige Krone mit Farbtönen von grünlich-weiß bis blassviolett. Die violette Blüte ist prachtvoll und öffnet sich im Oktober. Pro Pflanze gibt es etwa 3 bis 6 Blüten.
Die Frucht ist eine fleischige Beere, die bei Reife einer kleinen Tomate oder einer gelben Pflaume ähnelt.
Sie verströmt einen starken Geruch, der oft mit dem eines Apfels verglichen wird, und enthält zahlreiche Samen im Fruchtfleisch.
Die Fruchtbildung erfolgt in der Regel von Dezember bis Februar.
Die Wurzel ist das symbolträchtigste Organ der Alraune, berühmt für ihre Form, die oft mit einer menschlichen Silhouette verglichen wird.
Es handelt sich um eine Pfahlwurzel, die außen braun und innen weiß ist und über einen Meter tief in den Boden ragen kann.
Mit zunehmendem Alter teilt sie sich häufig in zwei oder drei Glieder, was ihr legendäres anthropomorphes Aussehen verstärkt.
Die Alraunensamen sind gelb, rau, kreisförmig und haben einen Durchmesser von 2 bis 3 Millimetern.
Eine Ikone der historischen Botanik
Die Alraune ist eine mythische Pflanze, deren Geschichte Botanik-Begeisterte seit Jahrtausenden fasziniert.
Als Sammlerstück par excellence ist sie für ihr rosettenartiges Laub und ihre zarte Blüte bekannt.
Sie ist ein unverzichtbares Studienobjekt für Themengärten und Sammler seltener botanischer Varietäten, die ein geschichtsträchtiges pflanzliches Erbe bewahren möchten.
Einzigartige Morphologie
Botanisch gesehen ist diese Art für ihr kräftiges Wurzelsystem und ihren kompakten Wuchs bekannt, was sie zum Herzstück jeder Sammlung von Gewächshaus oder Trockengartenpflanzen macht.
Sie stellt eine spannende Herausforderung für Gärtner dar, die das Wachstum einer Pflanze mit starker ästhetischer Identität und bemerkenswerter Widerstandsfähigkeit beobachten möchten.
Die Alraune benötigt einen sehr tiefgründigen, lockeren und perfekt drainierten Boden, damit ihre lange Wurzel ungehindert in die Tiefe wachsen kann. Eine Mischung aus Gartenerde, Sand und lockerer Pflanzerde vermeidet jegliches Risiko von Wurzelfäule.
Ein Standort in voller Sonne oder leichtem Halbschatten ist ideal für eine gute Blattentwicklung. Ein freier Platz ermöglicht es der Blattrosette, sich ungehindert am Boden auszubreiten.
Diese Mittelmeerpflanze schätzt Wärme um die 20°C, zeigt sich aber winterhart gegenüber kurzen Phasen moderaten Frosts (-7°C). Während der starken Sommerhitze begibt sie sich in die vollständige Ruhephase und verschwindet zum Schutz gänzlich in der Erde.
Während der aktiven Wachstumsphase muss regelmäßig gegossen werden, wobei die Oberfläche des Substrats zwischendurch abtrocknen sollte. Während der sommerlichen Ruhephase ist es zwingend erforderlich, das Gießen einzustellen, um die Wurzel nicht zu ersticken.
Die Vermehrung erfolgt fast ausschließlich durch Aussaat. Eine Teilung der Wurzeln ist ebenfalls möglich.
Dieser Artikel wurde am 11.07.2026 von Julien verfasst und aktualisiert.
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