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Der Gemeine Stechapfel oder lateinisch Datura stramonium genannt, ist ein schnellwüchsiges, schamanisches und sehr robustes Kraut. Er ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Sein Ursprung liegt in verschiedenen Regionen der Welt, insbesondere in Amerika, wo er heimisch ist. Die Pflanze erreicht in der Regel eine Höhe zwischen 60 und 80 cm.
Die stark duftenden Blätter sind breit, herz- oder lanzettlich geformt und können bis zu 20 Zentimeter lang werden. Sie sind tiefgrün, glatt und haben gezackte Ränder. Die Blütezeit ist spektakulär und majestätisch: Die trompetenförmigen Blüten sind bis zu 25 Zentimeter lang und öffnen sich meist am späten Nachmittag oder Abend, wobei sie einen süßen, betörenden Duft verströmen. Sie sind weiß, stehen einzeln und ragen stolz über das Laub hinaus.
Die Früchte sind stachelige Kapseln, die sich nach der Blüte bilden. Diese grünen Kapseln können die Größe eines Tennisballs erreichen und enthalten zahlreiche schwarze Samen.
Die Samen des Stechapfels sind schwarz, leicht abgeflacht, sehr widerstandsfähig und haben einen Durchmesser von durchschnittlich 2 bis 4 Millimetern.
Trotz seiner hohen Giftigkeit besitzt der Stechapfel zahlreiche medizinische Eigenschaften, die seit langem geschätzt werden. Er kann je nach Art der Beschwerden direkt auf die Haut aufgetragen werden. In verschiedenen Kulturen weltweit wird er für spirituelle, esoterische oder schamanische Rituale verwendet, um veränderte Bewusstseinszustände hervorzurufen (in Amerika etwa für Heilrituale oder Reisen in die „Unterwelt“).
Da diese Pflanze extrem starke Wirkstoffe enthält, muss sie mit größter Vorsicht behandelt werden, da sie hochgiftig ist. Sie findet auch in der Pharmakologie Verwendung. Dennoch ist sie aufgrund ihrer schönen Trompetenblüten eine beliebte Zierpflanze. Sie sollte im Garten so gepflanzt werden, dass sie außer Reichweite von Kindern und Tieren bleibt.
Er wächst in gut durchlässigen Böden, unabhängig davon, ob diese reich oder arm an organischer Substanz sind. Die Pflanze ist anpassungsfähig, aber ein leichtes, mineralisches Substrat fördert eine bessere Entwicklung.
Dieses Kraut liebt sonnige Standorte und gedeiht am besten unter direktem Licht. Ein Platz in voller Sonne wird empfohlen, um die Blüte zu maximieren.
Aufgrund seiner Herkunft wächst er in gemäßigten Klimazonen und bevorzugt warme Temperaturen zwischen 20 und 30 °C. Er verträgt keinen Frost und muss vor Temperaturen unter 0 °C geschützt werden.
Der Wasserbedarf ist mäßig. Eine regelmäßige Bewässerung ist notwendig, besonders an heißen Tagen, aber Staunässe muss unbedingt vermieden werden, da sie zu Wurzelfäule führen kann.
Die Hauptvermehrung erfolgt über Samen. Eine Vermehrung durch Stecklinge ist ebenfalls möglich, aber weniger gebräuchlich.
Die Pflanze kann anfällig für Schädlinge wie Blattläuse, Spinnmilben und Schnecken sein. Pilzerkrankungen können das Laub befallen, insbesondere bei übermäßiger Feuchtigkeit.
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