Artikel-Nr.: 1232
Artikel-Nr.: 0157
Die Stechwinde, sarsaparille auch lateinisch Smilax aspera genannt, ist eine ausdauernde Kletterpflanze aus der Familie der Stechwindengewächse (Smilacaceae). Sie stammt ursprünglich aus Südeuropa und erreicht eine Länge von durchschnittlich 3 bis 4 Metern. Ihr Wachstum ist eher langsam, und ihr Laub ist immergrün. Die Pflanze gedeiht an trockenen Standorten sowie im Unterholz von Wäldern.
Die Blütezeit liegt im Herbst; die Blüten sind weiß, sehr angenehm und intensiv duftend. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 1 cm, wachsen in Trauben und besitzen 6 Blütenblätter. Die Stängel der Pflanze sind zäh, windend, verholzt und mit zahlreichen Dornen besetzt.
Die Samen der Stechwinde sind rund, glänzend, glatt und hellbraun. Sie haben einen Durchmesser von etwa 5 Millimetern. Die Frucht dieser Liane ist eine Beere, die ab November erscheint. Sie ähnelt einer großen, leuchtend roten Johannisbeere, ist glatt, glänzend und wächst in dichten Büscheln.
Der Legende nach grubben erschöpfte Jäger die Wurzeln aus und aßen sie, um neue Energie für die Jagd zu finden. Als Heilpflanze wird die Wurzel vor allem wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung bei Hautproblemen geschätzt.
Nicht ohne ärztlichen Rat einer medizinischen Fachkraft verzehren.
Die jungen Triebe können wie Spargel roh verzehrt werden (daher auch der Name „Spargel der Armen“). Die stark duftenden Blüten werden zudem zur Aromatisierung von Likören verwendet.
Das Substrat sollte sandig, sehr gut durchlässig und reich an organischer Substanz sein. Die Pflanze wächst sowohl auf sauren als auch auf kalkhaltigen (basischen) Böden.
Die Stechwinde benötigt viel helles Licht, um gut zu blühen und sich zu entwickeln. Ein Standort in der vollen Sonne ist daher ideal.
Diese Liane wächst optimal bei Temperaturen zwischen 23 und 33 °C. Sie ist mäßig winterhart und verträgt leichte Fröste im Winter gut. Die USDA-Winterhärtezone wird mit 5b angegeben (wobei sie in sehr kalten Regionen Winterschutz benötigt).
Da Smilax aspera aus dem Mittelmeerraum stammt, ist sie sehr trockenheitsresistent. Im ersten Monat nach der Pflanzung sollte sie zweimal pro Woche gegossen werden. Sobald sie gut angewurzelt ist, ist eine zusätzliche Bewässerung im Freiland nicht mehr nötig.
Die Vermehrung erfolgt entweder durch Aussaat, durch Absenker oder durch Stecklinge der Stängel während der Sommermonate.
Die Pflanze kann anfällig für Blattläuse oder Spinnmilben sein. Bei Bedarf kann eine Behandlung mit Kupferkalk (Bordeauxbrühe) in Betracht gezogen werden.
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