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Die Violette Datura, auch Teufelstrompete oder lateinisch Datura tatula genannt, ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Diese Sorte besticht durch ihre wunderschönen weißen Blüten mit einem violetten Zentrum. Das ethnobotanische Kraut mexikanischen Ursprungs erreicht in der Regel eine Höhe von 1,20 m und eine Breite von 80 cm. Es ist eine beeindruckende schamanische und esoterische Pflanze, die mit großer Vorsicht behandelt werden muss.
Sie besitzt ein üppiges, duftendes und dichtes Laubwerk. Die Blätter sind groß (bis zu 20 cm lang), von dunkelgrüner bis olivgrüner Farbe und haben eine glatte Textur. Die gewellten Blattränder verleihen ihr ein sehr dekoratives Aussehen.
Die Blütezeit ist einer der bemerkenswertesten Aspekte dieser Pflanze. Die trompetenförmigen Blüten öffnen sich im Sommer und können bis zu 15 Zentimeter lang werden. Die Farbtöne reichen von Reinweiß bis hin zu intensivem Violett, oft mit einer helleren Tönung im Inneren. Die Früchte sind stachelige, kugelige grüne Kapseln, die nach der Blüte erscheinen und bis zu 7 cm im Durchmesser messen können.
Die Samen der Teufelstrompete sind klein, glänzend, sehr hart und schwarz.
Die Pflanze wurde in Mexiko entdeckt, wo die Samen für wahrsagerische Rituale verwendet wurden. In einigen Kulturen diente sie dazu, in schamanischen Riten veränderte Bewusstseinszustände oder Halluzinationen hervorzurufen. In Europa verbrannten Hexer und Hexen die Samen dieses Gewächses, um Geister und böse Dämonen zu vertreiben. In einigen medizinischen Traditionen wurde die Pflanze zur Schmerzlinderung oder bei Atemwegserkrankungen eingesetzt.
In Deutschland, Russland und China wurden die Samen teilweise dem Bier beigemischt, um die berauschende Wirkung des Alkohols zu verstärken. Trotz dieser traditionellen Verwendungen ist die Pflanze hochgiftig. Nicht verzehren! Nur für botanische Sammlungen geeignet.
Diese giftige Sorte bevorzugt einen leichten, gut durchlässigen Boden, der reich an organischer Substanz ist. Eine Mischung aus Blumenerde, eigenem Kompost und Flusssand ist ideal für eine gute Bewurzelung.
Dieses Nachtschattengewächs liebt Standorte in voller Sonne. Direktes Licht maximiert die Blüte und das Wachstum. Halbschatten wird toleriert, kann aber die Intensität der Blüten und die Fruchtbildung verringern.
Sie liebt warmes Klima und verträgt keinen Frost. Optimal entwickelt sie sich bei Temperaturen zwischen 20 und 30 °C. Bei Frostgefahr sollte sie geschützt oder im Topf kultiviert werden, um sie im Haus zu überwintern.
Diese „Hexenpflanze“ benötigt regelmäßige Bewässerung, besonders in Trockenperioden. Der Boden sollte leicht feucht bleiben, aber Staunässe muss unbedingt vermieden werden, um Wurzelfäule zu verhindern. Einmal etabliert, verträgt sie kurze Trockenphasen.
Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich durch Aussaat. Es ist auch möglich, im Frühjahr oder Sommer Stecklinge von gesunden Trieben zu nehmen.
Die Pflanze kann anfällig für Blattläuse, Thripse und Spinnmilben sein. Pilzerkrankungen können auftreten, wenn zu viel gegossen wird. Regelmäßige Kontrollen und die Verwendung biologischer Pflanzenschutzmittel werden empfohlen.
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