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Der Cayenne-Pfeffer, auch Tupi-Chili genannt, ist eine ausdauernde Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Auf der Scoville-Skala wird er mit 8 von 10 Punkten eingestuft, was etwa 50.000 Scoville-Einheiten entspricht und ihn zu einem sehr scharfen Chili macht. Er wächst als kleiner Strauch, der eine Höhe von bis zu 1 Meter erreichen kann.
Die Pflanze hat ein dichtes, lebendiges Laub. Die Blätter sind oval bis lanzettlich geformt, von leuchtend grüner Farbe und können bis zu 10 Zentimeter lang werden. Sie sind leicht glänzend und weisen deutlich markierte Blattadern auf, was der Pflanze eine schöne Textur verleiht.
Die Blüte ist ein zarter Anblick. Die kleinen, weißen Blüten erscheinen oft in Trauben mit einem Durchmesser von etwa 1 bis 2 Zentimetern. Sie haben fünf Blütenblätter und können an der Basis leichte violette Nuancen aufweisen. Die Blütezeit ist in der Regel im Frühjahr und Sommer.
Die Früchte, die sich nach der Blüte entwickeln, sind lang und schmal, meist 10 bis 20 Zentimeter lang und färben sich bei der Reife von Grün zu leuchtendem Rot. Diese Sorte ist sehr frühreif und ertragreich.
Die Samen des Cayenne-Pfeffers stammen von Capsicum annuum; sie sind gelb, flach, sehr scharf und haben einen durchschnittlichen Durchmesser von 4 Millimetern.
Als beliebte Zutat in der Küche ist dieser scharfe Pfeffer für seinen würzigen und brennenden Geschmack bekannt. Er wird sowohl in herzhaften als auch in süßen Gerichten verwendet und ist in Mexiko, Indien und Südostasien weit verbreitet. Eine kleine Menge reicht aus, um Gerichten Schärfe zu verleihen; er ist zudem der Hauptbestandteil der Tabasco-Sauce.
Die Azteken waren die ersten Nutzer dieses Gewürzes; sie bereiteten es mit Kakao zu, um ein Getränk herzustellen, das Mut verleihen sollte. Christoph Kolumbus brachte ihn aus der Neuen Welt mit, woraufhin sich seine Verwendung weltweit verbreitete. Der enthaltene Wirkstoff Capsaicin ist für seine gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt.
Nicht ohne ärztlichen Rat für medizinische Zwecke verwenden.
Er bevorzugt ein gut durchlässiges Substrat, das reich an Humus und organischen Stoffen ist. Eine Mischung aus Blumenerde, Kompost und Perlit ist ideal für die Belüftung der Wurzeln. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert fördert das Wachstum zusätzlich.
Diese Pflanze benötigt einen sehr sonnigen Standort, um gut zu gedeihen. Es wird empfohlen, sie an einem Ort zu platzieren, an dem sie mindestens 6 bis 10 Stunden direktes Licht pro Tag erhält. Sonnenlicht ist entscheidend für die Fruchtbildung.
Der Chili liebt Wärme. Die optimale Temperatur für das Wachstum liegt zwischen 20 und 30 °C. Unter 15 °C verlangsamt sich das Wachstum, und Temperaturen unter 10 °C können die Pflanze schädigen.
Die Bewässerung sollte regelmäßig, aber mäßig erfolgen. Er bevorzugt leicht feuchten Boden, aber Staunässe muss unbedingt vermieden werden, da dies schnell zu Wurzelfäule führt. Eine gründliche Bewässerung in Trockenperioden ist vorteilhaft, aber die Bodenoberfläche sollte zwischen den Wassergaben antrocknen. Mulchen ist eine gute Methode, um die Verdunstung zu reduzieren.
Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich durch Samen. Die Pflanze kann auch durch Stecklinge im Sommer kurz vor der Blüte vermehrt werden, obwohl diese Methode weniger gebräuchlich ist.
Dieses Gewürz kann von verschiedenen Schädlingen befallen werden, insbesondere von Blattläusen, Thripsen und Spinnmilben, welche die Pflanze durch das Saugen am Pflanzensaft schwächen. Auch Pilzkrankheiten können auftreten, besonders bei übermäßiger Feuchtigkeit.
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