Artikel-Nr.: 1232
Der Bleibusch, bastardindigo oder lateinisch Amorpha canescens genannt, ist eine ausdauernde Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Er stammt ursprünglich aus Nordamerika und gedeiht vom Süden Kanadas bis in den Norden Mexikos. Dieser eher seltene, schnellwüchsige Strauch ist relativ winterhart und wächst sehr gut in gemäßigten Breiten. Im ausgewachsenen Zustand erreicht er meist eine Höhe von 1 bis 3 Metern.
Seine Blätter sind zusammengesetzt und wechselständig angeordnet. Sie sind in der Regel gefiedert, mit 9 bis 15 schmalen, länglichen Teilblättern, die etwa 2 bis 7 cm lang sind. Die Blätter sind oft behaart (pubeszent), was ihnen eine leicht samtige Textur und eine grau-grüne Farbe verleiht. Sie neigen dazu, sich am oberen Ende des Stängels zu gruppieren, was der Pflanze ein buschiges Aussehen verleiht.
Die Blüten erscheinen in endständigen Trauben und haben eine violette Farbe. Jede Blüte besteht aus fünf Blütenblättern, darunter ein größeres oberes Blatt (Fahne) und zwei kleinere seitliche Blätter. Die Blütezeit liegt im Sommer, von Juni bis August.
Die Früchte sind Hülsen, die sich nach der Bestäubung bilden. Diese Hülsen sind flach, länglich und etwa 3 bis 5 cm lang.
Die Samen von Bleibusch sind klein, leicht, hellbraun und mit einem feinen weißen Flaum bedeckt. Sie haben eine ungewöhnliche Form, die an eine kleine Maus erinnert.
Dieser Strauch wird aufgrund seiner sehr guten Trockenresistenz und seiner Anziehungskraft auf die Tierwelt häufig in der Landschaftsgestaltung eingesetzt. Er trägt zudem zur Stickstofffixierung im Boden bei, was für die umliegenden Ökosysteme vorteilhaft sein kann.
Früher wurde er als Färberpflanze zur Herstellung der Farbe Indigo verwendet. Die amerikanischen Ureinwohner nannten ihn „Buffalo Bellow Plant“ (Büffel-Brüll-Pflanze); sie rauchten die Pflanze und tranken bei ethnischen Festen Tees aus den Blüten.
Er wächst auf gut durchlässigen Böden, oft sandig oder lehmig. Er toleriert nährstoffarme Böden, was ihn zu einer idealen Pflanze für Prärien und trockene Gebiete macht.
Diese Färberpflanze bevorzugt einen vollsonnigen Standort. Sie benötigt mindestens 6 bis 8 Stunden Licht pro Tag, um gut zu gedeihen. Volle Sonne fördert das Wachstum und vor allem die prachtvolle Blüte.
Die Pflanze ist recht winterhart und verträgt eine breite Temperaturspanne von -15 °C bis 35 °C. Sie ist gut an Trockenheit angepasst und eignet sich daher ideal für trockene Gärten oder Regionen mit geringen Niederschlägen.
Sobald der Strauch etabliert ist, ist er relativ trockenheitsresistent und benötigt wenig Wasser. Im ersten Jahr wird ein regelmäßiges Gießen alle zwei Tage empfohlen, um die Ausbildung des Wurzelsystems zu unterstützen.
Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich durch Aussaat, aber auch durch Stammstecklinge im späten Frühjahr oder frühen Sommer.
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