Artikel-Nr.: 1232
Artikel-Nr.: 0157
Die Spritzgurke, auch teufelsgurke oder lateinisch Ecballium elaterium genannt, ist eine schnellwachsende, einjährige Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Es handelt sich um eine kriechende Sorte, die etwa 50 bis 80 cm in der Höhe und Breite erreicht.
Die Blätter dieser Pflanze sind dick, dreieckig geformt, rau und ähneln denen der Zucchini. Die geruchlosen Blüten sind blassgelb, haben 5 Blütenblätter und einen Durchmesser von 2 bis 3 cm. Die Blütezeit beginnt im Juni und reicht bis zu den ersten Frösten. Die Früchte sind behaart, oval geformt und etwa 6 bis 8 cm lang. Sie sind zunächst grün und werden bei Reife Ende des Sommers gelb. Sobald die Frucht reif ist, explodiert sie bei plötzlicher Kontraktion oder Berührung und schleudert die Samen mit fast 50 km/h mehrere Meter weit weg.
Die Samen der Spritzgurke sind oval, glatt, glänzend und dunkelbraun.
Die Spritzgurke wird hauptsächlich wegen ihrer originellen und kuriosen Früchte kultiviert, da sie leider nicht essbar ist.
In der antiken Medizin wurde der Saft von den Griechen und Engländern als Abführmittel verwendet. Heutzutage wird von einer medizinischen Nutzung dringend abgeraten, da die Anwendung als viel zu gefährlich gilt – die gesamte Pflanze ist giftig.
Als Wildpflanze wächst sie vor allem auf Böden, die arm an organischen Stoffen, aber gut durchlässig und mineralreich sind. Ein sandiger Boden ist für diese außergewöhnliche Pflanze ideal.
Die Pflanze benötigt sehr helles Licht, um gut zu gedeihen. Sie sollte daher an einem Standort in voller Sonne kultiviert werden.
Sie entwickelt sich am besten bei Temperaturen zwischen 15 und 35 °C. Sie ist nicht winterhart und übersteht keinen Frost.
Wie alle Kürbisgewächse liebt diese Pflanze Wasser. Es ist notwendig, die Pflanze direkt am Fuß zu gießen – beim Einpflanzen und danach im ersten Monat etwa zweimal pro Woche.
Die einzige Möglichkeit zur Vermehrung ist die Aussaat. Stecklinge lassen sich bei dieser Pflanzenart leider nicht ziehen.
Gelegentlich kann die Pflanze von Echtem Mehltau befallen werden. In diesem Fall kann eine Behandlung mit Netzschwefel oder Kupferpräparaten (z. B. Bordeauxbrühe) erforderlich sein.
Am Ende des Sommers ist es an der Zeit, die Samen von den noch vorhandenen Früchten für das nächste Jahr zu sammeln. Danach wird die Pflanze herausgezogen und auf den Kompost gegeben.
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