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Der Judasbaum, auch Liebesbaum oder lateinisch Cercis siliquastrum genannt, ist eine winterharte, langsam wachsende Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sein Name leitet sich von seiner Herkunft ab: Judäa, einer Gebirgsregion im heutigen Westjordanland und dem Süden Israels. Der Baum erreicht eine Höhe von 3 bis 5 Metern und einen Durchmesser von etwa 3 Metern. Er hat eine ausladende Krone, ist sehr widerstandsfähig und wird heute in ganz Europa kultiviert.
Seine rosa Blüten erscheinen im Frühjahr in Büscheln direkt an den alten Zweigen und sogar am Stamm (Stammblütigkeit), noch bevor die Blätter austreiben. Die Blütezeit ist spektakulär und äußerst dekorativ. Die laubabwerfenden Blätter sind wunderschön, hellgrün, rundlich und an der Basis tief eingekerbt, was ihnen ihre charakteristische Herzform verleiht.
Die Früchte sind dunkelbraune Hülsen von etwa 20 cm Länge, die jeweils 10 bis 20 Samen enthalten. Im Oktober trocknen die Kapseln aus und öffnen sich, um die Samen in die Natur zu entlassen.
Die Samen von liebesbaum sind oval, dunkelbraun und haben einen Durchmesser von durchschnittlich 4 bis 5 Millimetern.
Zierbaum: Der Hauptreiz dieses kleinen Baumes liegt in seiner prachtvollen Blüte im April. Er ist dann buchstäblich mit Tausenden kleiner, origineller Blüten übersät.
Gartengestaltung: Aufgrund seiner bescheidenen Größe eignet er sich hervorragend für kleine Gärten. Er ist der ideale Baum für eine Einzelstellung, um seine herzförmigen Blätter voll zur Geltung zu bringen.
Dieser Baum gedeiht auf nährstoffreichen, kalkhaltigen und eher trockenen Böden. Er benötigt tiefgründigen und gut durchlässigen Boden. Bei der Pflanzung empfiehlt sich die Zugabe von Kompost.
Wegen seiner mediterranen Herkunft benötigt er einen Platz in der vollen Sonne, um reichlich blühen zu können.
Er wächst am besten bei Temperaturen zwischen 20 und 30 °C. Der Judasbaum ist winterhart und verträgt Minustemperaturen bis zu -15 °C (USDA-Zone 7b).
Die Sorte ist sehr trockenheitsresistent, außer bei extremer Hitze. In den ersten zwei Monaten nach der Pflanzung sollte er jedoch alle zwei Tage direkt an der Basis gegossen werden.
Hauptsächlich durch Aussaat im Frühjahr. Stecklinge (ca. 15 cm, halbverholzt) sind Ende August ebenfalls möglich.
Im Frühjahr kann der Baum gelegentlich von Schildläusen oder Blattläusen befallen werden. Zudem ist er anfällig für Baumkrebs, eine Pilzerkrankung.
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