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Die Schwarze Stockrose, lateinisch auch Alcea rosea nigra genannt, ist eine sehr winterharte, zweijährige Pflanze, die ursprünglich aus dem Südwesten Chinas stammt. Sie erreicht eine Höhe von 1,50 bis 2 Metern und gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae).
Die schwarzen Blüten der Alcea nigra sind ungefüllt (einfach) und haben einen Durchmesser von 5 bis 10 cm. Sie sind äußerst dekorativ im Garten oder vor einer hellen Hauswand. Diese spektakulären Blüten erscheinen von Juli bis Anfang September. Sie sind geruchlos, ziehen jedoch zahlreiche Bestäuberinsekten an.
Die quirlförmigen Früchte erscheinen ab dem Ende der Sommersaison. Sie enthalten jeweils etwa 20 bis 30 Samen.
Die Samen der schwarzen Stockrose sind dunkelbraun, kreisförmig, flach und messen im Durchschnitt 5 Millimeter im Durchmesser bei einem Gewicht von wenigen Dezigramm.
Das dicke, grüne Laub ist sommergrün (laubabwerfend). Die gelappten Blätter sind wechselständig angeordnet.
Die Alcea rosea nigra wird hauptsächlich wegen ihres außergewöhnlichen Zierwerts kultiviert. Ihre Blüten, die so tiefpurpurn sind, dass sie schwarz erscheinen, verleihen Bauerngärten und Beeträndern eine dramatische und vertikale Note. Ihre imposante Gestalt und die langanhaltende Sommerblüte machen sie zu einer unverzichtbaren Pflanze für die Gestaltung von Außenbereichen, während sie gleichzeitig Bestäuber wie Bienen und Hummeln anlockt.
Über die Ästhetik hinaus wird diese Sorte historisch für ihre natürlichen färberischen Eigenschaften genutzt. Die an Anthocyanen reichen Blütenblätter werden geerntet, um Pigmente zu gewinnen, die von Dunkelviolett bis Schwarz reichen und zum Färben von Textilien, Tinten oder zur natürlichen Nuancierung bestimmter Getränke und Süßwaren verwendet werden. Sie ist eine begehrte pflanzliche Alternative für Handwerker, die Wert auf nicht-synthetische und biologisch abbaubare Farbstoffe legen.
Bei einer Topfkultur sollte der Boden gut mit Kies, kleinen Steinen oder Blähton drainiert werden. Die Pflanze benötigt ein luftiges, gut durchlässiges Substrat, das reich an Humus und organischen Stoffen ist.
Diese Pflanze benötigt während ihres Wachstums und vor allem während der Blüte viel Wasser. Die Pflanze darf jedoch niemals unter Wasser gesetzt werden, da die Gefahr von Wurzelfäule groß ist. Bei Freilandkultur wird eine Bewässerung pro Woche empfohlen, bei Topfkultur alle 3 Tage. Eine Mulchschicht am Fuß der Pflanze hilft, die Bewässerungshäufigkeit zu reduzieren.
Die dunklblühende Rose benötigt einen Standort in der vollen Sonne, um reichlich blühen zu können. Für die Innenkultur unter Kunstlicht sind Gartenbau-LEDs oder MH-Lampen (Halogen-Metalldampflampen) zu bevorzugen.
Diese winterharte Pflanze wächst sehr gut bei Temperaturen zwischen 10 und 25 °C. Sie ist sehr robust und hält starken Minusgraden von bis zu -18 °C problemlos stand. Ihre USDA-Winterhärtezone liegt zwischen 2 und 9.
Die einzige Möglichkeit, diese schöne, hochstielige Pflanze zu vermehren, ist die Aussaat. Sie lässt sich leider nicht durch Stecklinge vermehren.
Gelegentlich kann sie von Raupen befallen werden, die die Blätter fressen und zu einer starken Entlaubung führen. Das Laub wird zudem häufig von Malvenrost befallen; in diesem Fall ist eine Behandlung mit Kupferkalk (Bordeauxbrühe) erforderlich.
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