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Die Violette Prunkwinde, auch Trichterwinde oder Volubilis genannt, ist eine ausdauernde, immergrüne krautige Kletterpflanze aus der Familie der Windengewächse (Convolvulaceae). Ursprünglich stammt sie aus Ostasien (China und Japan). Es handelt sich um eine sehr kräftige Kletterpflanze mit extrem schnellem Wachstum, die pro Jahr mehrere Meter zulegen und eine Gesamthöhe von bis zu 4 Metern erreichen kann.
Ihre Stängel sind dick, kriechend oder kletternd, von biegsamer Textur und hellgrüner Farbe. Sie ermöglichen es der Pflanze, sich um Rankhilfen zu winden oder sich am Boden auszubreiten. Das Laub besteht aus großen, herzförmigen Blättern mit gewelltem Rand. Die Blätter sind grün, dick und behaart, was ihnen eine samtige Textur verleiht.
Die Blüte ist spektakulär: Große, trompetenförmige Blüten in blassvioletten Farbtönen öffnen sich am Abend oder in der Dämmerung und verströmen einen angenehmen Duft, der nächtliche Bestäuber anlockt.
Die Samen der Violetten Prunkwinde (Ipomoea violacea) sind schwarz, haben die Form eines Viertelkreises und sind 5 bis 6 Millimeter lang. Sie befinden sich in Kapseln, die bei Reife aufreißen und in der Regel 4 Samen pro Kapsel freisetzen.
Sie wird hauptsächlich als Zierpflanze kultiviert. Wegen ihres schnellen Wuchses und der üppigen Blüte ist sie ideal, um Rankgitter, Zäune, Pergolen oder Balkone schnell zu begrünen.
Historisch gesehen wurden die Samen von Schamanen bei ethnischen Wahrsageritualen verwendet. Die Azteken nutzten sie wegen ihrer Eigenschaften, die die geistige Aktivität beeinflussen. In den präkolumbianischen Kulturen, insbesondere bei den Azteken und Zapoteken, nahmen sie eine wichtige Stellung als heilige Pflanze von ethnobotanischem Interesse ein. Die Samen der Violetten Prunkwinde enthalten Ergolin-Alkaloide; sie dürfen daher auf keinen Fall verzehrt werden.
Nicht wegen psychoaktiver oder medizinischer Wirkungen konsumieren; Anbau ausschließlich zur Erhaltung der botanischen Art.
Ipomoea violacea gedeiht sehr gut in leichtem, gut durchlässigem und humusreichem Boden. Sie bevorzugt lehmige oder sandige Böden, die ausreichend Feuchtigkeit speichern, aber gleichzeitig eine gute Drainage gewährleisten.
Diese schlingende Pflanze liebt vollsonnige Standorte. Sie benötigt mindestens 6 bis 8 Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag, um eine üppige Blüte und schnelles Wachstum zu fördern.
Da sie aus tropischen Regionen stammt, verträgt sie keinen starken Frost unter -2 °C. In kälteren Regionen muss sie geschützt oder im Topf kultiviert werden. In warmem Klima kann sie das ganze Jahr über im Freien bleiben.
Sie benötigt regelmäßige Wassergaben, besonders während der aktiven Wachstumsphase und kurz nach der Pflanzung. Staunässe muss jedoch vermieden werden, um Wurzelfäule zu verhindern.
Die Vermehrung erfolgt primär durch Aussaat. Eine Vermehrung durch Stecklinge ist ab dem späten Frühjahr ebenfalls möglich.
Die Pflanze kann von Blattläusen oder Milben befallen werden. Auch Schildläuse setzen sich gelegentlich an den Stängeln fest. Eine Behandlung mit Schmierseife hilft, diese Schädlinge zu beseitigen.
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