Artikel-Nr.: 1232
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Die Zaunrübe, auch bekannt als Teufelsrübe oder lateinisch Bryonia cretica, ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die in Europa heimisch ist und zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) gehört. Es handelt sich um eine schnell wachsende Kletterpflanze, die meist in Hecken zu finden ist und rote sowie schwarze Beeren hervorbringt. Sie erreicht eine Höhe von etwa 3 Metern.
Sie besitzt ein charakteristisches Laub, bestehend aus großen, handförmig gelappten und herzförmigen Blättern. Diese tiefgrünen Blätter können beeindruckende Maße von bis zu 20 cm Breite erreichen. Ihre Textur ist in der Regel glatt, und sie sind wechselständig entlang der Stängel angeordnet.
Ihre Blüte ist ein sehenswertes Schauspiel. Die meist weißen oder grünlichen Blüten bilden achsel- oder endständige Trauben. Sie haben eine Sternform mit fein eingeschnittenen Blütenblättern, was ihnen eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Die Blütezeit erstreckt sich oft von Sommer bis Herbst und zieht zahlreiche Bestäuber, insbesondere Bienen, an. Auf die Blüten folgen kleine, kugelige Früchte.
Die Wurzeln sind fleischig und robust und dringen tief in den Boden ein, um die notwendigen Nährstoffe aufzunehmen. Sie sind rübenartig verdickt, was es der Pflanze ermöglicht, Wasser- und Nährstoffreserven zu speichern und so auch schwierigen Umweltbedingungen zu trotzen.
Die Samen der Zaunrübe sind hart, dunkelbraun mit hellbraunen Flecken und von runder Form.
Die Wurzel der Pflanze ist hochgiftig. Der Verzehr von Pflanzenteilen, insbesondere der Beeren und Wurzeln, führt zu Erbrechen und Durchfall.
Alle Teile der Pflanze, besonders aber die Wurzel und die Früchte, enthalten Saponine.
In der Volksmedizin wurde sie aufgrund ihrer therapeutischen Wirkung geschätzt. Die Teufelsrübe wurde traditionell zur Behandlung zahlreicher Leiden eingesetzt.
Heute findet man sie vor allem in der Homöopathie aufgrund ihrer medizinischen Eigenschaften wieder.
Wie bei jeder Heilpflanze sollten Sie einen Gesundheitsexperten konsultieren. Nicht zum Verzehr geeignet.
Sie bevorzugt durchlässige und humusreiche Böden. Eine Mischung aus Gartenerde und Kompost ist ideal für ihre Entwicklung. Sie passt sich verschiedenen Bodentypen an, wobei ein leicht kalkhaltiger Boden für ihr Wachstum optimal ist.
Diese Sorte schätzt einen Standort in der vollen Sonne bis zum Halbschatten. Viel Sonnenlicht fördert die Blüte und ein üppiges Blattwerk, während Halbschatten – besonders in heißeren Regionen – gut vertragen wird.
Ihre Kälteresistenz ist gut, da sie Temperaturen von bis zu -7 °C standhält. Am besten gedeiht sie jedoch in gemäßigten Klimazonen bei Temperaturen zwischen 15 und 25 °C. Spätfröste können das Wachstum empfindlich stören.
Die Pflanze benötigt regelmäßige Wassergaben, besonders während Trockenperioden und direkt nach der Pflanzung. Es ist wichtig, den Boden leicht feucht zu halten, ohne Staunässe zu verursachen, da dies zu Wurzelproblemen führen kann. Eine Mulchschicht kann helfen, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren.
Die Vermehrung erfolgt über Samen sowie über Stecklinge, indem ab dem Spätsommer Stängelabschnitte entnommen werden.
Obwohl sie im Allgemeinen resistent gegen Krankheiten ist, kann sie von Blattläusen, Spinnmilben und Wollläusen befallen werden. Vorbeugende Behandlungen, wie die Verwendung von Schmierseife, können helfen, sie vor diesen Schädlingen zu schützen.
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