Artikel-Nr.: 1232
Artikel-Nr.: 0157
Der Holunder, auch Schwarzer Holunder genannt (Sambucus nigra), ist ein winterharter, schnellwachsender, sommergrüner Strauch aus der Familie der Moschuskrautgewächse (Adoxaceae). Er ist in Europa, Nordafrika und Westasien beheimatet. Meist wächst er an Waldrändern und erreicht eine Höhe von 3 bis 4 Metern.
Seine Blütezeit ist durch kleine weiße Blüten gekennzeichnet, die in großen, duftenden Dolden angeordnet sind. Sie erscheinen Anfang Juni und ziehen Bienen sowie Schmetterlinge an. Die schwarzen Früchte des Holunders sind kleine, dunkle, runde Beeren, die reich an Antioxidantien sind. Sie sind essbar und haben einen süß-säuerlichen Geschmack.
Die Samen des Schwarzen Holunders sind länglich, braun-gelb, leicht rau und etwa 4 Millimeter lang. Das Laub besteht aus gezähnten, ovalen und dunkelgrünen Blättern, die gegenständig an den dünnen Zweigen angeordnet sind.
Holunderbeeren werden zur Herstellung von Marmeladen, Sirupen, Gelees und alkoholischen Getränken wie Wein oder Likör verwendet. Die essbaren Blüten des Schwarzen Holunders können für Sorbets, Tees oder Holunderküchle (gebackene Dolden) verwendet werden. Holunder wird zudem in der Kosmetik wegen seiner Anti-Aging- und entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt.
Im biologischen Pflanzenschutz ist eine Holunderblatt-Jauche nützlich, um Mehltau und Blattläuse zu bekämpfen. Diese Pflanzenjauche hat zudem die Eigenschaft, Nagetiere (Mäuse, Wühlmäuse) zu vertreiben. Dazu lässt man 1 kg Blätter einige Tage in 10 Litern Wasser ziehen und besprüht anschließend die Pflanzen.
Der Schwarze Holunder wächst in fast allen Bodenarten. Er ist eine anspruchslose Pflanze, die lediglich eine gute Drainage benötigt.
Sambucus nigra gedeiht sehr gut im Halbschatten.
Dieser Strauch ist sehr winterhart und hält problemlos stark negativen Temperaturen stand. Er wird in den USDA-Zonen 2–10 kultiviert und verträgt Temperaturen bis zu -30°C.
Holunder benötigt im Sommer regelmäßige Wassergaben, wenn der Boden zu trocken ist. Eine gute Mulchschicht ist für diese Pflanze sehr empfehlenswert.
Die Aussaat von Samen ist die einfachste Methode für eine Vermehrung in großen Mengen. Es ist jedoch auch sehr einfach möglich, ihn durch Stecklinge zu vermehren.
Zu den Schädlingen zählen Blattläuse, Schildläuse und Thripse. Häufige Krankheiten sind Rost und gelegentlich Mehltau. Insgesamt ist es eine robuste Pflanze ohne größere gesundheitliche Probleme.
Ihre Bewertung der Rezension kann nicht gesendet werden
Kommentar melden
Meldung gesendet
Ihre Meldung kann nicht gesendet werden
Eigenen Kommentar verfassen
Bewertung gesendet
Ihre Bewertung kann nicht gesendet werden
Artikel-Nr.: 0157
Artikel-Nr.: 1223
check_circle
check_circle