Artikel-Nr.: 1232
Artikel-Nr.: 0157
Die Lampionblume, auch Judenkirsche oder lateinisch Physalis alkekengi genannt, ist eine ausdauernde asiatische Pflanze, die ursprünglich aus China und Japan stammt. Sie gehört zur Gattung der Blasenkirschen (Physalis) innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Es ist eine winterharte Sorte mit kriechenden Wurzeln, die eine Höhe von 60 bis 80 cm erreicht.
Die Blätter sind sommergrün, wechselständig und gestielt. Sie haben eine ovale Form mit grob gezähnten Rändern. Sie sind mittelgrün, schlicht im Aussehen und messen zwischen 5 und 10 Zentimeter in der Länge.
Ihre Blüten mit einem Durchmesser von 1 bis 2 cm erscheinen zu Beginn des Sommers in den Blattachseln. Sie stehen einzeln, hängend an kurzen Stielen. Ihre Krone ist glocken- oder sternförmig, fünfgelappt und von cremeweißer bis grünlicher Farbe. Obwohl die Blüten eher unscheinbar sind, erfährt ihr Kelch nach der Befruchtung eine spektakuläre Verwandlung.
Die Frucht ist eine fleischige, kugelige und glatte Beere von der Größe einer kleinen Kirsche. Sie ist in einer blasenförmigen Hülle eingeschlossen. Bei der Reife färbt sich diese Hülle leuchtend orangerot und ähnelt einer Papierlaterne. Im Herbst zersetzt sich der Kelch manchmal so weit, dass nur noch das Adernetz (Skelett) übrig bleibt und die Beere im Inneren sichtbar wird – ein wahres Wunder der Natur.
Die Samen der Lampionblume sind zahlreich und im Fruchtfleisch der Beere eingebettet. Sie sind klein, flach, gelb und oval geformt.
Sie ist eine unverzichtbare Pflanze für das Saisonende. Die leuchtend orangeroten Kelche im Herbst bilden einen markanten Kontrast zum Laub und verleihen Gärten und Beeten einen hohen visuellen Wert.
Die getrockneten Lampions werden häufig in Trockensträußen und Blumengestecken verwendet. Sie halten sich über Jahre hinweg.
Die Pflanze ist extrem robust und verträgt Frost bis zu -20 °C. Dank ihrer Rhizome breitet sie sich schnell aus.
Während die vollreife Frucht essbar ist, sind alle anderen Pflanzenteile giftig. Daher wird empfohlen, sie primär als Zierpflanze zu kultivieren.
Die Lampionblume ist anspruchslos und passt sich fast allen Bodenarten an, bevorzugt jedoch leichte, frische und kalkhaltige Erden. Ein humoser Boden fördert eine reichere Fruchtbildung.
Sie schätzt einen Standort in voller Sonne oder im Halbschatten. Ausreichend Licht ist unerlässlich, damit die Kelche im Spätsommer ihren charakteristischen leuchtend orangen Farbton annehmen.
Dies ist eine extrem winterharte Pflanze (-20 °C). Die oberirdischen Teile sterben beim ersten Frost komplett ab, aber der Wurzelstock überlebt ohne Schutz im Boden und treibt jeden Frühling kräftig wieder aus.
Es ist wichtig, den Boden frisch zu halten, besonders während der Blüte und Fruchtbildung. Einmal etabliert, verträgt die Lampionblume kurze Trockenperioden, aber anhaltender Wassermangel kann das Laub welken lassen und die Größe der Lampions verringern.
Die schnellste und einfachste Methode ist die Teilung des Wurzelstocks oder der Rhizome im Herbst oder im zeitigen Frühjahr. Auch die Aussaat ist sehr einfach durchzuführen.
Ihre Hauptfeinde sind Blattläuse und Schnecken, die besonders gerne an den jungen Trieben im Frühjahr fressen.
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