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Die Süßkartoffel, lateinisch Ipomoea batatas genannt, ist eine nicht winterharte, mehrjährige Pflanze mit kriechenden Stielen, die eine Länge von 2,5 bis 3 Metern erreichen können.
Sie gehört zur großen Familie der Windengewächse (Convolvulaceae). Ihr Wuchs ist ausladend und stark bodendeckend, wodurch ein dichter Pflanzenteppich entsteht, der den Boden vor Erosion und Verdunstung schützt. Im Gemüsegarten benötigt sie viel Platz, um ihre flexiblen, fleischigen Triebe auszubreiten, die an den Knotenpunkten manchmal Wurzeln schlagen.
Ihre Blätter sitzen an langen Blattstielen und weisen eine große Formenvielfalt auf. Sie können herzförmig oder tief gelappt sein und erinnern manchmal an die Form einer Hand. Mit ihrer Farbe, die von hellem Grün bis zu einem dunklen, purpurfarbenen Grün reicht, und ihrem glänzenden Aussehen verleihen sie der Pflanze eine unverkennbare dekorative Note, während sie gleichzeitig eine aktive Photosynthese für die Zuckerproduktion gewährleisten.
Die Blüte ähnelt stark der der Ackerwinde, ihrer Verwandten aus der Familie der Windengewächse. Die Blüten sind trichter- oder trompetenförmig und zeigen zarte Farbtöne von reinem Weiß bis hin zu Violett-Rosa, oft mit einem dunkleren Schlund.
Bei den Knollen handelt es sich in Wirklichkeit um verdickte Wurzeln, die reich an Stärke und süßen Aromen sind. Ihre Form ist meist länglich oder spindelförmig, mit einer dünnen Schale, deren Farbe von Cremeweiß über Rosa bis hin zu Kupferrot variiert. Im Inneren kann das Fleisch weiß, gelb, orange oder sogar violett sein.
Die Samen der Süßkartoffel sind rund, braun gefärbt und etwa so groß wie eine Erbse.
Die Süßkartoffel ist ein vielseitiges Lebensmittel, das sich für zahlreiche herzhafte Zubereitungen eignet. Sie kann im Ofen geröstet als knusprige Pommes verzehrt, zu einem cremigen Püree verarbeitet oder in Gratins und Eintöpfe integriert werden. Ihr Fleisch, das süßer als das der herkömmlichen Kartoffel ist, harmoniert besonders gut mit warmen Gewürzen wie Curry, Kreuzkümmel oder geräuchertem Paprika.
Aufgrund ihres natürlich süßen Geschmacks und ihrer mehligen Textur wird diese Knolle häufig bei der Herstellung von Desserts verwendet. In vielen Kulturen wird sie zu Kuchen, lockeren Torten oder Konfitüren verarbeitet. Zu Püree zerkleinert dient sie auch als Basis für Pfannkuchen oder Muffins, denen sie Feuchtigkeit und eine kräftige orangefarbene Farbe verleiht, ohne dass eine große Menge an zusätzlichem Zucker benötigt wird.
Über den direkten Verzehr hinaus wird die Süßkartoffel wegen ihres hohen Stärkegehalts für die Herstellung von Speisestärke, Glasnudeln oder Verdickungsmitteln genutzt. Ihr Laub ist zwar weniger bekannt, aber vollkommen essbar und wird ähnlich wie Spinat zubereitet – in der Pfanne angebraten oder in Suppen gegeben. Schließlich werden bestimmte Sorten mit dunkler Schale zur Herstellung natürlicher Lebensmittelfarbstoffe verwendet.
Die Süßkartoffel benötigt einen tiefgründigen, leichten und vor allem sehr lockeren Boden, damit sich die Knollen ungehindert entwickeln können. Sie bevorzugt sandige oder lehmige Böden, die reich an Humus sind und eine ausgezeichnete Drainage aufweisen, um Wurzelfäule zu vermeiden. Eine Gabe von gut verrottetem Kompost vor der Pflanzung ist ideal, jedoch sollten übermäßige Stickstoffgaben vermieden werden, da diese das Blattwachstum auf Kosten der Knollen fördern würden.
Ursprünglich aus tropischen Regionen stammend, benötigt diese Pflanze einen vollsonnigen Standort, um Lichtenergie in Stärke umzuwandeln. Sie braucht während ihres gesamten Wachstums, das in der Regel zwischen vier und sechs Monate dauert, eine intensive und konstante Lichtintensität. In kühleren Regionen wird dringend empfohlen, sie an eine nach Süden ausgerichtete Mauer oder unter einen Folientunnel zu pflanzen, um ein Maximum an Wärme zu speichern.
Die Süßkartoffel ist eine Pflanze für warmes Klima und verträgt absolut keinen Frost; die Triebe sterben bereits bei 0°C ab. Ihr optimales Wachstum liegt zwischen 20°C und 30°C, und sie beginnt sich erst dann richtig zu entwickeln, wenn der Boden mindestens 15°C erreicht hat. Unter 10°C verfällt die Pflanze in eine Ruhephase und das Wachstum stagniert, was den Anbau in Gebieten mit kurzen Sommern schwierig macht.
Ihr Wasserbedarf ist während der Pflanzung und der Phase, in der sich die Ranken etablieren, hoch. Einmal angewachsen, toleriert sie kurze Trockenperioden, aber regelmäßiges Gießen führt zu gleichmäßigeren und weniger faserigen Knollen. Es ist ratsam, die Wassergaben zwei bis drei Wochen vor der Ernte zu reduzieren, um die Lagerfähigkeit der Knollen zu verbessern und ihren Zuckergehalt zu erhöhen.
Die gängigste Methode ist die Vermehrung durch Stecklinge oder das Keimenlassen von Knollen in Wasser oder warmem Sand. Man entnimmt die jungen Triebe, wenn sie eine Länge von etwa fünfzehn Zentimetern erreicht haben, um sie direkt in die Erde umzupflanzen.
In Europa ist sie relativ wenig anfällig für Krankheiten, obwohl in besonders feuchten Sommern Mehltau auftreten kann.
Die Hauptschädlinge sind Schnecken, die die jungen Ranken fressen, und Drahtwürmer, die Gänge in die Knollen bohren können.
Zu viel Feuchtigkeit im Boden kann die Entwicklung von Pilzen begünstigen, die für Wurzelfäule oder Fusarium-Welke verantwortlich sind.
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